Die Wim-Hof-Methode: Mehr Energie, weniger Stress und ein stärkeres Immunsystem

Mir ist es wichtig, dir hier in diesem Blog Tipps für ein gesünderes und glücklicheres Leben zu geben. Daher teile ich Methoden, Tipps und Ideen mit dir, die ich selbst anwende und für gut befinde. Eine davon ist die Wim-Hof-Methode.

Wim Hof wurde 1959 in den Niederlanden geboren. Sein Start ins Leben war alles andere als einfach: Weder die Mutter noch die Ärzte wussten, dass sie mit Zwillingen schwanger war. Sein Bruder kam zur Welt, doch seine Mutter hatte das Gefühl, dass etwas nicht stimmte. Nach langem Hin und Her erkannte man, dass noch ein Kind in ihr war – Wim. Nur durch die Hartnäckigkeit seiner Mutter, die immer wieder darauf bestand, dass da noch ein Kind sei, überlebte er. Sie war sehr gläubig und versprach Gott, dass, wenn ihr Kind überlebt, er ein Messias wird.

Wim lebte al junger Erwachsener in einer Squatter-Gemeinschaft in den Niederlanden, was damals in dieser Region ganz normal war. Dort genoss er Freiheit, Gemeinschaft und konnte sich entfalten. Er begann zu meditieren und schwamm regelmässig in den Teichen der Amsterdamer Parks. Besonders im Winter machte ihm das grossen Spass – er fühlte sich lebendig und frei. Das „Eisbaden“ war geboren.

Doch bevor er die Wim-Hof-Methode entwickelte, begann ein anderes Kapitel in seinem Leben. Er lernte die Spanierin Olaya kennen, mit der er vier Kinder bekam. Sie lebten zwischen den Niederlanden und Spanien. Doch das Glück war von kurzer Dauer: Olaya litt zunehmend an einer psychischen Krankheit, konnte sich kaum um die Kinder kümmern und wurde schwer depressiv. Eines Tages nahm sie sich das Leben, indem sie sich vom Haus stürzte.

Wim war nun Witwer und kümmerte sich alleine um seine vier Kinder. Er lebte vom Sozialstaat der Niederlande und war der „strange Typ“, der im Winter in kurzen Hosen seine Kinder von der Schule abholte und vor dem Schulhaus Handstand übte. Doch seine Methode verdichtete sich mit der Zeit immer mehr zu einem Konzept. Spulen wir ein paar Jahre vor: Heute arbeitet er mit Wissenschaftlern renommierter Universitäten zusammen, um die Wirkung von Atmung und Kälteexposition zu erforschen.

Ich teile seine Geschichte mit dir, weil sie mich sehr berührt hat und zeigt, dass man niemals zu früh aufgeben sollte!

Die Wim-Hof-Methode: Drei Säulen

Die Methode basiert auf drei einfachen Komponenten: Atmung, Kälteexposition und Wille.

  1. Atmung Die Standard-Atemtechnik ist simpel:

    • Ca. 30-mal tief ein- und vollständig ausatmen, ohne Pause zwischen den Atemzügen.

    • Beim 31. Mal ausatmen und die Luft so lange wie möglich anhalten.

    • Dann tief einatmen und die Luft für 15 Sekunden halten.

    • Dies mindestens dreimal wiederholen.

    Oft atmen wir zu flach, wodurch unser Körper nicht optimal mit Sauerstoff versorgt wird. Diese Technik bringt genug Sauerstoff ins System, sodass alle metabolischen Prozesse wieder korrekt ablaufen.
    Tipp: Ich mache die Atemübung relativ früh am Morgen und noch im Bett auf meiner Pranamat (hier bekommst du 10% auf deine Pranamat). So vereine ich zwei Benefits: das Atmen und die Stimulation meiner Rücken- und Nackenmuskeln sowie meiner Faszien auf der Körperrückseite.

  2. Kälteexposition Wim postuliert, dass unser Immunsystem nicht mehr richtig funktioniert, weil wir uns kaum noch Kälte aussetzen. Unser Körper gewöhnt sich an warme Kleidung, beheizte Wohnräume und hohe Wassertemperaturen beim Duschen.

    Setzen wir uns regelmässig der Kälte aus, verbessert sich unser Herz-Kreislauf-System und unser Immunsystem arbeitet effizienter. Dafür empfiehlt er, täglich kalt zu duschen und die Duschzeit schrittweise zu steigern.

  3. Wille Wissenschaftliche Experimente mit Wim und seinen Schülern zeigen, dass man die Körpertemperatur und andere Körperfunktionen willentlich beeinflussen kann. Er sagt, dass der Wille wie ein Muskel ist, den man trainieren kann.

    Ein Beispiel: Bei seinen Bootcamps in Polen geht er mit seinen Teilnehmern auf einen schneebedeckten Berg – nur in Shorts. Er ist auch bereits einen Marathon in der Wüste ohne Wasser gelaufen, taucht unter Eisfeldern hindurch und erklimmt den Kilimandscharo in 24 Stunden.

Mein Selbstexperiment

Ich wollte die Methode selbst ausprobieren. Kaltes Duschen ist ja nichts Neues – Wechselduschen und Kneipp-Anwendungen sind bekannt. Doch ich hatte es nie geschafft, das Wasser von warm auf kalt zu stellen. Ich bekam keine Luft und sprang reflexartig aus der Dusche. Mein Körperimpuls war stärker als mein Wille, und das wollte ich nicht akzeptieren.

In einem Yoga-Teacher-Training in Indien hatte ich gelernt, meine Körperimpulse zu kontrollieren. Doch beim Kaltduschen versagte ich kläglich. Ich friere schnell und mag Kälte nicht – und im Engadin ist das Wasser eiskalt: 8°C!

Wim Hof empfiehlt, mit 15 Sekunden zu starten. Das klingt machbar – aber nicht bei 8°C! Also begann ich vorher die Atemtechnik zu üben, wie er es empfiehlt. Mit Mühe und Not hielt ich es aus. Dann reiste ich für einen Monat ins südliche Afrika, wo das kalte Duschen deutlich einfacher war, denn das Wassser war nie so kalt. In Simbabwe, Sambia, Botswana und Namibia duschte ich täglich kalt und machte meine Atemübungen.

Zurück im Engadin war ich erstaunt: Ich konnte 2 Minuten unter dem 8°C kalten Wasser stehen, ohne nach Luft zu schnappen oder wegrennen zu wollen. Angenehm? Nein. Aber machbar! Und das war für mich ein riesiger Erfolg. Ich fühle mich stärker, weil ich etwas gemeistert habe, das mir vorher unmöglich erschien.

Was hat mir die Methode gebracht?

  1. Mehr Energie – Ich jogge jeden Morgen 10 Minuten auf dem Laufband. Ich spüre, dass ich mehr Kraft habe, schneller laufe und weniger ausser Atem bin.

  2. Ein stärkeres Immunsystem – Ich habe Hashimoto-Thyreoiditis (eine Autoimmunerkrankung). Ob die Methode langfristig hilft, weiss ich noch nicht, aber ich bleibe dran.

  3. Erweiterung der Komfortzone – Ich kann jetzt kalt duschen!

Fazit

Die Wim-Hof-Methode ist einfach, kostenlos und benötigt kaum Zeit:

  • Atmung: 10–15 Minuten

  • Kaltduschen: Dauert nicht länger als eine normale Dusche

Der Nutzen ist enorm im Vergleich zum geringen Zeitaufwand.

Hast du Erfahrungen mit der Wim-Hof-Methode? Teile sie gerne mit mir!

Ressourcen

Wim Hof App: Hier findest du Wissen, Timer für die Atemübungen und das kalte Duschen sowie die Möglichkeit, deinen Fortschritt zu loggen. Zur App

Die Wim-Hof-Methode: Ich kann dir das (Hör-)Buch sehr empfehlen. Zum Buch

Posted on March 24, 2025 .