Die Wim-Hof-Methode: Mehr Energie, weniger Stress und ein stärkeres Immunsystem

Mir ist es wichtig, dir hier in diesem Blog Tipps für ein gesünderes und glücklicheres Leben zu geben. Daher teile ich Methoden, Tipps und Ideen mit dir, die ich selbst anwende und für gut befinde. Eine davon ist die Wim-Hof-Methode.

Wim Hof wurde 1959 in den Niederlanden geboren. Sein Start ins Leben war alles andere als einfach: Weder die Mutter noch die Ärzte wussten, dass sie mit Zwillingen schwanger war. Sein Bruder kam zur Welt, doch seine Mutter hatte das Gefühl, dass etwas nicht stimmte. Nach langem Hin und Her erkannte man, dass noch ein Kind in ihr war – Wim. Nur durch die Hartnäckigkeit seiner Mutter, die immer wieder darauf bestand, dass da noch ein Kind sei, überlebte er. Sie war sehr gläubig und versprach Gott, dass, wenn ihr Kind überlebt, er ein Messias wird.

Wim lebte al junger Erwachsener in einer Squatter-Gemeinschaft in den Niederlanden, was damals in dieser Region ganz normal war. Dort genoss er Freiheit, Gemeinschaft und konnte sich entfalten. Er begann zu meditieren und schwamm regelmässig in den Teichen der Amsterdamer Parks. Besonders im Winter machte ihm das grossen Spass – er fühlte sich lebendig und frei. Das „Eisbaden“ war geboren.

Doch bevor er die Wim-Hof-Methode entwickelte, begann ein anderes Kapitel in seinem Leben. Er lernte die Spanierin Olaya kennen, mit der er vier Kinder bekam. Sie lebten zwischen den Niederlanden und Spanien. Doch das Glück war von kurzer Dauer: Olaya litt zunehmend an einer psychischen Krankheit, konnte sich kaum um die Kinder kümmern und wurde schwer depressiv. Eines Tages nahm sie sich das Leben, indem sie sich vom Haus stürzte.

Wim war nun Witwer und kümmerte sich alleine um seine vier Kinder. Er lebte vom Sozialstaat der Niederlande und war der „strange Typ“, der im Winter in kurzen Hosen seine Kinder von der Schule abholte und vor dem Schulhaus Handstand übte. Doch seine Methode verdichtete sich mit der Zeit immer mehr zu einem Konzept. Spulen wir ein paar Jahre vor: Heute arbeitet er mit Wissenschaftlern renommierter Universitäten zusammen, um die Wirkung von Atmung und Kälteexposition zu erforschen.

Ich teile seine Geschichte mit dir, weil sie mich sehr berührt hat und zeigt, dass man niemals zu früh aufgeben sollte!

Die Wim-Hof-Methode: Drei Säulen

Die Methode basiert auf drei einfachen Komponenten: Atmung, Kälteexposition und Wille.

  1. Atmung Die Standard-Atemtechnik ist simpel:

    • Ca. 30-mal tief ein- und vollständig ausatmen, ohne Pause zwischen den Atemzügen.

    • Beim 31. Mal ausatmen und die Luft so lange wie möglich anhalten.

    • Dann tief einatmen und die Luft für 15 Sekunden halten.

    • Dies mindestens dreimal wiederholen.

    Oft atmen wir zu flach, wodurch unser Körper nicht optimal mit Sauerstoff versorgt wird. Diese Technik bringt genug Sauerstoff ins System, sodass alle metabolischen Prozesse wieder korrekt ablaufen.
    Tipp: Ich mache die Atemübung relativ früh am Morgen und noch im Bett auf meiner Pranamat (hier bekommst du 10% auf deine Pranamat). So vereine ich zwei Benefits: das Atmen und die Stimulation meiner Rücken- und Nackenmuskeln sowie meiner Faszien auf der Körperrückseite.

  2. Kälteexposition Wim postuliert, dass unser Immunsystem nicht mehr richtig funktioniert, weil wir uns kaum noch Kälte aussetzen. Unser Körper gewöhnt sich an warme Kleidung, beheizte Wohnräume und hohe Wassertemperaturen beim Duschen.

    Setzen wir uns regelmässig der Kälte aus, verbessert sich unser Herz-Kreislauf-System und unser Immunsystem arbeitet effizienter. Dafür empfiehlt er, täglich kalt zu duschen und die Duschzeit schrittweise zu steigern.

  3. Wille Wissenschaftliche Experimente mit Wim und seinen Schülern zeigen, dass man die Körpertemperatur und andere Körperfunktionen willentlich beeinflussen kann. Er sagt, dass der Wille wie ein Muskel ist, den man trainieren kann.

    Ein Beispiel: Bei seinen Bootcamps in Polen geht er mit seinen Teilnehmern auf einen schneebedeckten Berg – nur in Shorts. Er ist auch bereits einen Marathon in der Wüste ohne Wasser gelaufen, taucht unter Eisfeldern hindurch und erklimmt den Kilimandscharo in 24 Stunden.

Mein Selbstexperiment

Ich wollte die Methode selbst ausprobieren. Kaltes Duschen ist ja nichts Neues – Wechselduschen und Kneipp-Anwendungen sind bekannt. Doch ich hatte es nie geschafft, das Wasser von warm auf kalt zu stellen. Ich bekam keine Luft und sprang reflexartig aus der Dusche. Mein Körperimpuls war stärker als mein Wille, und das wollte ich nicht akzeptieren.

In einem Yoga-Teacher-Training in Indien hatte ich gelernt, meine Körperimpulse zu kontrollieren. Doch beim Kaltduschen versagte ich kläglich. Ich friere schnell und mag Kälte nicht – und im Engadin ist das Wasser eiskalt: 8°C!

Wim Hof empfiehlt, mit 15 Sekunden zu starten. Das klingt machbar – aber nicht bei 8°C! Also begann ich vorher die Atemtechnik zu üben, wie er es empfiehlt. Mit Mühe und Not hielt ich es aus. Dann reiste ich für einen Monat ins südliche Afrika, wo das kalte Duschen deutlich einfacher war, denn das Wassser war nie so kalt. In Simbabwe, Sambia, Botswana und Namibia duschte ich täglich kalt und machte meine Atemübungen.

Zurück im Engadin war ich erstaunt: Ich konnte 2 Minuten unter dem 8°C kalten Wasser stehen, ohne nach Luft zu schnappen oder wegrennen zu wollen. Angenehm? Nein. Aber machbar! Und das war für mich ein riesiger Erfolg. Ich fühle mich stärker, weil ich etwas gemeistert habe, das mir vorher unmöglich erschien.

Was hat mir die Methode gebracht?

  1. Mehr Energie – Ich jogge jeden Morgen 10 Minuten auf dem Laufband. Ich spüre, dass ich mehr Kraft habe, schneller laufe und weniger ausser Atem bin.

  2. Ein stärkeres Immunsystem – Ich habe Hashimoto-Thyreoiditis (eine Autoimmunerkrankung). Ob die Methode langfristig hilft, weiss ich noch nicht, aber ich bleibe dran.

  3. Erweiterung der Komfortzone – Ich kann jetzt kalt duschen!

Fazit

Die Wim-Hof-Methode ist einfach, kostenlos und benötigt kaum Zeit:

  • Atmung: 10–15 Minuten

  • Kaltduschen: Dauert nicht länger als eine normale Dusche

Der Nutzen ist enorm im Vergleich zum geringen Zeitaufwand.

Hast du Erfahrungen mit der Wim-Hof-Methode? Teile sie gerne mit mir!

Ressourcen

Wim Hof App: Hier findest du Wissen, Timer für die Atemübungen und das kalte Duschen sowie die Möglichkeit, deinen Fortschritt zu loggen. Zur App

Die Wim-Hof-Methode: Ich kann dir das (Hör-)Buch sehr empfehlen. Zum Buch

Posted on March 24, 2025 .

Lohnt sich ein Aufenthalt in Windhoek? Mein Fazit

Im März 2025 war ich für drei Tage in Windhoek, um mir selbst ein Bild von der Stadt zu machen. Schon 2023 hatte ich eine Nacht hier verbracht (im Hotel Heinitzburg), allerdings kamen wir erst am Nachmittag an und waren zu faul, noch in die Stadt zu gehen. Ausserdem bietet die Heinitzburg eine grandiose Aussicht. 2024 war ich nach einer Reise in den Süden erneut in Windhoek, doch da wir am nächsten Tag eine Gruppe vom Flughafen abholen mussten, entschieden wir uns für die Etango Ranch nahe dem Flughafen.

Nun war es endlich so weit: Ich nahm mir ein Airbnb am Freedom Plaza, zwischen der Christuskirche und der Independence Avenue – also so „downtown“, wie es hier geht. Man hört oft, dass sich ein längerer Aufenthalt in Windhoek nicht wirklich lohnt – und jetzt weiss ich auch, warum.

Da ich nur einen ganzen Tag zur Verfügung hatte, buchte ich eine dreistündige Stadtführung bei Lark Journeys. Mein Guide holte mich ab, und unsere Tour begann an der Christuskirche. Von dort ging es vorbei am Nationalmuseum von Namibia zur Alten Feste, die leider wegen fehlender Gelder für die Renovierung geschlossen ist. Weiter ging es zum Parlament (Tintenpalast), dessen Garten besonders schön sein soll, aber seit Covid nicht mehr zugänglich ist. Auch der Bahnhof fiel aus dem Programm, da seit Covid keine Züge mehr fahren.

Dafür verbrachten wir mehr Zeit in Katutura, einem Township, in dem Menschen aus verschiedenen Regionen Namibias leben. Ich hatte dazu unterschiedliche Meinungen gehört – von „sehenswert“ bis hin zu „Warum sollte man einen Slum besuchen?“. Doch Katutura ist definitiv kein Slum. Es gibt ärmere Gegenden hier, aber ich fand es spannend und bereichernd, von unserem Guide, der selbst in Katutura lebt, zu hören, wie sich das Viertel entwickelt und lebt.

Zum Abschluss besuchten wir Penduka Village, ein Sozialprojekt, das Frauen mit Behinderungen beschäftigt und unterstützt. Der idyllisch an einem See gelegene Ort bietet Übernachtungsmöglichkeiten und natürlich einen Shop mit wunderschön designten Taschen, Kissenbezügen, Schmuck und mehr.

Petrus, mein Guide, setzte mich danach beim Seoul Food ab, einem koreanischen Restaurant mit grandiosem Essen – die Portionen sind, wie überall hier, riesig. Nebenan liegt The Village Garden, eine Ansammlung von Restaurants und Shops, die an diesem Sonntag eine kleine Party mit DJ und Live-Musik veranstalteten. In der Umgebung befinden sich auch das bekannte Joe’s Beerhouse (war ich noch nicht) und in Gehdistanz das Olive Grove Guesthouse (war ich ebenfalls nicht, aber Kundinnen von mir waren dort und zufrieden).

Das Viertel ist ruhig, gepflegt und scheint ziemlich beliebt zu sein. Ich bin anschliessend zurück zu meinem Airbnb gelaufen – und wurde unterwegs von einer freundlichen Frau darauf hingewiesen, mein Handy nicht so offensichtlich zu tragen…

Namibia gilt als sehr sicheres Reiseland, und auch Downtown Windhoek ist tagsüber unproblematisch. Allerdings sollte man nicht mit Schmuck, Handy oder grossen Kameras herumlaufen und sich abends niemals zu Fuss auf die Strasse begeben – stattdessen immer ein Taxi oder LEFA nutzen (da es in Namibia kein Uber gibt).

Natürlich hätte es noch Museen, Kunstgalerien, Parks und verschiedene Shops gegeben. Der Vibe der Stadt hat mich aber nicht umgehauen – am Sonntag war extrem wenig los und ich fand die Stadt nicht sonderlich schön. Da Windhoek zudem sehr weitläufig ist, habe ich mich entschieden, meine Terrasse zu geniessen, diesen Text hier zu schreiben und mich auf meine nächste Reise nach Namibia vorzubereiten. Es wird entweder das Damaraland oder ganz der Süden Namibias – Lüderitz und die Ecke „dort unten“.

Wenn man Windhoek noch nie besucht hat, reicht ein Tag völlig aus. Am besten bucht man eine Stadtführung, um mehr über die Geschichte, das Land und die Bevölkerung zu erfahren. Mehr als einen Tag würde ich hier nicht verbringen wollen – Namibia hat einfach zu viel anderes zu bieten!

Posted on March 16, 2025 .

Von den Victoriafällen bis nach Namibia: Unsere Safari durch den Caprivi-Streifen

Ich möchte dir hier gerne von meiner Safari erzählen, die mich von den Victoriafällen in Sambia & Simbabwe über Botswana nach Namibia in den Caprivi-Streifen führte – und schliesslich nach Kambaku, wo die Reitsafaris & Yoga-Retreats stattfinden.


Wie wir auf die Idee kamen

Vor einem Jahr schwärmten Stefanus, ein Guide auf Kambaku, und Thorsten, der Inhaber der Kambaku Lodge, so begeistert vom Caprivi-Streifen, dass Maresa und ich ernsthaft überlegten, dort eine Safari zu buchen. Doch zuerst mussten wir einmal nachsehen, wo dieser „Streifen“ überhaupt liegt!

Auf der Landkarte sieht der Caprivi-Streifen wie eine merkwürdige geografische Verlängerung aus. Wie so viele Grenzen in Afrika wurde auch diese nicht „natürlich“, sondern mit dem Lineal auf einer Karte gezogen. Namibia, das auf der Karte eher rechteckig wirkt, hat im Nordosten eine lange, schmale Ausbuchtung nach Osten – genau das ist der Caprivi-Streifen.

Sein Name geht auf Leo von Caprivi, den deutschen Reichskanzler von 1890 bis 1894, zurück. Die Entstehung dieses Landstreifens geht auf den „Helgoland-Sansibar-Vertrag“ vom 1. Juli 1890 zurück. In diesem Vertrag zwischen Deutschland und England verzichtete das Deutsche Reich auf künftige Ansprüche auf Witu und Sansibar. Im Gegenzug fiel die Insel Helgoland an Deutschland, und die damalige Kolonie Deutsch-Südwestafrika (heutiges Namibia) erhielt Zugang zum Sambesi-Fluss.

Hinter dieser Entscheidung steckte eine grössere Strategie: Es sollte eine territoriale Verbindung zwischen den deutschen Kolonien im Westen (Namibia) und Osten (Deutsch-Ostafrika – heute Tansania, Burundi, Ruanda und ein kleines Gebiet in Mosambik) geschaffen werden.


Warum der Caprivi-Streifen so besonders ist

Erlebt man den Caprivi-Streifen selbst, versteht man schnell, warum dieser schmale Landstreifen so begehrt war – und warum er mehrfach Konflikte ausgelöst hat. Drei grosse Flüsse – der Okavango, der Kwando und der Sambesi – durchziehen die Region und machen sie fruchtbar, grün und wasserreich. Das zieht eine atemberaubende Tierwelt an: Elefanten, Löwen, Nilpferde und unzählige weitere Arten nennen dieses Gebiet ihr Zuhause.


Anreise nach Afrika: Unser Start in das Abenteuer

Am 19. Februar starteten wir unsere Reise in Zürich und flogen nach Johannesburg. Anfangs waren wir etwas nervös, ob die 1 Stunde 20 Minuten Umsteigezeit an diesem grossen Flughafen reichen würden. Doch wir waren positiv überrascht – es war wenig los, und wir waren schnell am Gate.

Der Flug nach Victoria Falls in Simbabwe war kurz, aber die Schlange am Visum-Schalter lang. Tipp für alle, die diese Reise machen wollen: Immer das KAZA-Multi-Entry-Visum kaufen! Damit kann man zwischen Simbabwe und Sambia hin- und herreisen, denn die Victoriafälle liegen genau auf der Grenze (Livingstone, die nächste Stadt in Sambia, hat übrigens auch einen Flughafen).

💡 Wichtig: Das KAZA-Visum gibt es nur in bar (USD), nicht mit Karte – und man kann es nicht vorab online kaufen, wenn man über diesen Flughafen einreist!

Glücklicherweise kam unser gesamtes Gepäck an, und so machten wir uns auf die Suche nach einem Taxi, das uns und unsere gefühlten 100 Koffer zu unserem Hotel in Sambia bringen sollte.


Die leicht chaotische Fahrt über die Grenze

Der Grenzübertritt stellte sich als unerwartet kompliziert heraus. Direkt mit dem Taxi von Simbabwe nach Sambia zu fahren, ist praktisch unmöglich. Stattdessen hat jeder Taxifahrer einen Freund auf der anderen Seite der Grenze, an den er die Fahrgäste „überweist“.

Unser Abenteuer in drei Schritten:

Erstes Taxi: Wir quetschen uns zu fünft in ein viel zu kleines Auto und brausen durch die grüne, fast dschungelartige Landschaft. Nach ca. 30 Minuten erreichen wir die erste Grenze: Anstehen, Stempel holen, mit den Koffern weiterziehen.

Grenztaxi: Ein klappriges Auto mit gesplitterter Frontscheibe und Duct-Tape-Fenstern fährt zwischen den Grenzen hin und her. Bei 35°C und extremer Luftfeuchtigkeit nehmen wir das schwitzend in Kauf.

Zweites Taxi: Endlich ein intaktes und ausreichend grosses Auto bringt uns zum Hotel.

Ein Hotel mit Flussblick

Wir entschieden uns für ein Hotel auf der sambischen Seite, weil hier der Sambesi-Fluss in die Victoriafälle stürzt. Während die meisten Hotels in Simbabwe unterhalb der Fälle liegen und selten direkten Zugang zum Wasser haben, gibt es auf der sambischen Seite wunderschöne Lodges mit Flussblick.

Unsere Wahl fiel auf das Radisson Blu – ein grosses Hotel mit einem traumhaften Infinity-Pool, von dem aus man direkt auf den Sambesi schauen kann. Es war vielleicht nicht das persönlichste Hotel, aber perfekt, um nach der langen Reise anzukommen und zu entspannen.

Die Grenzübergänge hatten viel Zeit gekostet (nächstes Mal würde ich direkt in das Land fliegen, in dem das Hotel liegt!). Also entschieden wir uns, einfach im Hotel zu essen und nach dem Nachtflug früh schlafen zu gehen.

Die Victoriafälle – ein unvergessliches Spektakel

Am nächsten Morgen stand natürlich das Highlight auf dem Programm: der Besuch der Victoriafälle!Gut vorbereitet waren wir allerdings nicht – wir hatten uns nicht wirklich informiert, hatten aber gestern gesehen, dass es auf der simbabwischen Seite einen Eingang zu den Victoriafällen gibt. Zum Glück hatte Jeanine die Nummer unseres Fahrers gespeichert, und so brachte er uns erneut zur Grenze, wo wir das ganze Passkontrolle-Anstehen-Spiel noch einmal durchliefen.

Später erfuhren wir, dass man die Victoriafälle natürlich auch von der sambischen Seite aus besichtigen kann. Manche sagen, die Aussicht von Simbabwe sei schöner – doch wir hatten auch auf unserer Seite ein unvergessliches Abenteuer.

Diesmal entschieden wir uns, die kurze Strecke zwischen den Grenzposten zu Fuss zu laufen – und wurden mit einem atemberaubenden Blick auf die Wasserfälle belohnt.

Die Victoriafälle waren für mich eines der absoluten Highlights dieser Reise.Die schiere Grösse, die unglaubliche Kraft, mit der das Wasser 108 Meter in die Tiefe stürzt, und die Gischt, die auf der anderen Seite als feiner Regen auf uns niederprasselte – einfach beeindruckend!

Nun verstand ich auch, warum überall am Eingang Regenponchos verkauft wurden… Nass bis auf die Unterhose war ich dann auch weniger enttäuscht, dass ich die Batterien meiner neuen Kamera im Hotel vergessen hatte. Bei dieser Feuchtigkeit hätte ich sie sowieso nicht benutzen können! Die Handyfotos wurden trotzdem gut – und ich habe eine Lektion gelernt: Immer doppelt checken, ob man alles dabeihat, wenn zwei Grenzposten dazwischenliegen!

Ein perfekter Abend auf dem Sambesi

Den Abend liessen wir entspannt auf einer Dinner-Cruise ausklingen. Mit einem eleganten Boot fuhren wir den Sambesi-Fluss entlang, sahen Nilpferde und erlebten einen der schönsten Sonnenuntergänge der ganzen Reise.

Es gibt in Victoria Falls unzählige Aktivitäten – von Helikopterflügen bis Bungee-Jumping – aber diese ruhige Bootsfahrt war genau nach meinem Geschmack: gemütlich, entspannt und perfekt zum Runterkommen.

Los geht’s!

Nach dem Frühstück wird unser gesamtes Gepäck in einen chinesischen Bus verladen, der aussieht wie ein Schulbus aus den 80ern. Unser freundlicher Fahrer bringt uns über Livingstone zur Grenze nach Botswana, wo das gesamte Grenzprozedere erneut beginnt. Doch hier kommen noch ein paar zusätzliche Schritte hinzu:

Am „Health Checkpoint“ müssen wir unsere Pässe vorzeigen – eine Gesundheitsbefragung gibt es nicht, aber aussen klebt eine Information zu Affenpocken. Ein Visum brauchen wir nicht, dafür müssen wir durch eine Wanne mit einer alten, in Desinfektionsmittel getränkten Decke laufen. Diese Massnahme dient der Eindämmung der Maul- und Klauenseuche.

Die Grenzgebäude hier sind deutlich grösser und moderner als in den vorherigen Ländern, was in mir den Gedanken weckt, dass es Botswana wirtschaftlich besser geht. Ein Blick auf die Weltbank-Daten für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf 2023 bestätigt dies:

Botswana: 20.916,4 USD

Namibia: 11.215,5 USD

Sambia: 4.077,0 USD

Simbabwe: 3.820,4 USD

Nachdem wir unseren Botswana-Stempel im Pass haben, werden wir auf der anderen Seite von einer Fahrerin abgeholt. Doch bevor es weitergeht, müssen wir noch einmal alle Schuhe aus den Koffern holen – auch sie werden desinfiziert.

Fluss-Safari im Chobe-Nationalpark

Angekommen in der Chobe River Lodge, lernen wir Stefanus kennen, unseren Guide für die nächsten Tage. Nach einem schnellen Mittagessen geht es direkt los zur Fluss-Safari auf dem Chobe River, nur zehn Minuten entfernt vom gleichnamigen Nationalpark. Schon nach kurzer Zeit sichten wir die ersten Flusspferde und Elefanten, dazu zahlreiche Vogelarten und einige Letschwe-Antilopen. Diese Antilopenart ist eine der wenigen, die ausgezeichnet schwimmen können und sich gerne in der Nähe von Flüssen und Seen aufhält.

Da heute ein Marathon in Kasane stattgefunden hat, ist der Fluss voller Touristenboote. Normalerweise ist der Februar keine Hauptsaison, und der Bootsverkehr hält sich in Grenzen – aber heute scheint gefühlt halb Botswana unterwegs zu sein. Die Tiere stört das wenig: Sie sind an Boote mit Menschen gewöhnt und grasen weiter, als würden sie uns gar nicht sehen.

Ein besonderes Highlight ist eine Elefantenfamilie mit Jungtieren, die wir aus nächster Nähe beobachten dürfen. Wir könnten stundenlang hierbleiben, doch auf der anderen Seite des Flusses warten schon die nächsten Begegnungen: Nilpferde, Vögel und schliesslich – als krönender Abschluss – ein Krokodil, das direkt neben unserem Boot schwimmt!

Wildnis pur: Abenteuer im Nkasa Rupara Nationalpark

Stefanus musste uns am Morgen ein wenig antreiben, damit wir es schafften, pünktlich um 9 Uhr loszukommen. Uns war nicht bewusst, wie gross die Distanzen sind und wie lange wir tatsächlich brauchen würden. Mit all unserem Gepäck im Land Cruiser ging es schliesslich los in Richtung Nkasa Rupara Nationalpark in Namibia, wo wir zwei Nächte im Jackalberry Tented Camp verbrachten.

Die Fahrt begann entspannt auf asphaltierten Strassen, doch bald wurde es abenteuerlicher: ausgefahrene Feldwege, die teils noch vom täglichen Regen gefüllt waren. An diesem Punkt dachte ich mir nur: Zum Glück muss ich hier nicht selbst fahren! Doch Stefanus meisterte den 4x4 gekonnt, manövrierte uns durch alle Hindernisse und entdeckte dabei ganz nebenbei Impalas, Letschwes, Gnus, Warzenschweine, unzählige Vogelarten und einen riesigen Baobab, den wir zu fünft nicht hätten umarmen können!

Luxus mitten im Busch

Das Jackalberry Tented Camp ist nicht eingezäunt – wilde Tiere können sich hier frei bewegen. Genau deshalb durften wir nach Einbruch der Dunkelheit nur in Begleitung zu unseren Zelten gehen. Wobei Zelt eigentlich eine Untertreibung ist. Ich würde es eher als Bungalow bezeichnen: Die Wände bestehen zwar aus Zeltstoff, aber es gibt ein Fenster, einen Holzboden, ein eigenes Bad mit Dusche und warmem Wasser. Für mich fühlte sich das mitten im Busch unglaublich luxuriös an!

Der Park selbst begeisterte mich besonders, weil es kaum andere Touristen gab – oder wir sie einfach nicht zu Gesicht bekamen. Das Gebiet ist ein echtes Hippo-Paradies, und so beobachteten wir grosse Flusspferdfamilien mit Jungtieren, die erstaunlich flink über die Wiesen huschten und mit einem gewaltigen Platschen ins Wasser sprangen.

Bootstour auf dem Linyanti-Fluss

Ein weiteres Highlight war die Bootstour auf dem Linyanti-Fluss. Das tiefgrüne Wasser lag spiegelglatt vor uns, Seerosen blühten am Ufer, Antilopen grasten am Rand, ein Adler kreiste über unseren Köpfen, und eine Nilpferdherde streckte neugierig ihre Köpfe aus dem Wasser, prustete und wackelte mit den Ohren. Zwei kleine Krokodile flitzten ins Wasser, und überall um uns herum schnaubte und blubberte es.

Spätestens hier verstand ich, woher Flusspferde ihren englischen Namen Hippopotamus haben: Manche Laute klangen wie ein schnaubendes Pferd, andere wie ein Schwein – und hin und wieder wie eine Kuh. Es ist kaum zu glauben, dass diese niedlich vor sich hindümpelnden Tiere zu den gefährlichsten in Afrika gehören…

Ein Camp zum Verlieben und Safari-Highlights ohne Ende

Am sechsten Tag schaffen wir es wieder nur knapp nach 9 Uhr loszufahren – aber wer will sich schon beeilen, wenn man beim Frühstück Warzenschweine beim Grasen in der Ebene beobachten kann? Und dann merkt, dass hinter einem die lustigen „Rasenmäher“ gerade die Wiese vor dem Camp beackern.

Die heutige Fahrt ist etwas kürzer, und diesmal ist es vor allem das Camp, das zum Highlight wird: die Kazile Island Lodge. Vom Parkplatz aus führt ein Steg zur Bootsanlegestelle, wo wir von einem Motorboot abgeholt werden. Schnell noch das Gepäck austarieren – dann geht es los, durch hohes Schilf, immer weiter hinein in diese kleine Oase am Fluss.

Die Lodge selbst ist stilvoll eingerichtet: eine wunderschöne Lobby, ein grosszügiges Deck, auf dem die Mahlzeiten serviert werden, und Bungalows auf Stelzen – alle mit eigenem Balkon und direktem Blick auf den Fluss. Und was läuft dort? Hippo-TV live! Ein Junges hält seine Eltern auf Trab, die ganze Gruppe grunzt, prustet und plantscht im Wasser. Langsam bekomme ich Stress – einfach, weil es so viel zu sehen gibt!

Gerne wären wir noch länger geblieben, doch am nächsten Morgen mussten wir um 6:30 Uhr aufbrechen. Also entschieden wir uns für einen entspannten Nachmittag und ein frühes Abendessen – die Bootstour liessen wir ausnahmsweise sausen.

Zwei Nationalparks an einem Tag

Als um 5 Uhr der Wecker klingelte, war wach das Letzte, was ich war. Aber hey – heute standen gleich zwei Nationalparks auf dem Programm! Der Caprivi Game Park, bekannt für seine vielen Elefanten und Nilpferde, und der Bwabwata Nationalpark, in dem eine unglaubliche Vielfalt an Tieren leben soll.

Im Caprivi Game Park hatten wir tiertechnisch nicht allzu viel Glück. Zwar fanden wir frische Löwenspuren, doch die Grosskatzen blieben gut vor uns versteckt. Und als wäre das nicht genug, platzte auch noch ein Reifen! Während Stefanus den Wechsel übernahm, zogen Maresa und ich kurzerhand unsere Leo-Yoga-Klamotten an und machten ein kleines Dschungel-Fotoshooting. Später konnten wir uns kaum halten vor Lachen – allein die Vorstellung, wie das wohl ausgesehen haben muss, wenn uns jemand dabei beobachtet hätte!

Reifen gewechselt, Fotos gemacht, Gepäck eingeladen – weiter ging es zum nächsten Park. 

Ein kurzer Moment der Müdigkeit überkam mich. Vielleicht wäre ein entspannter Vormittag im Hotel doch keine schlechte Idee gewesen? Aber kaum hatten wir den Bwabwata Nationalpark betreten, wurde mir klar: Das war genau die richtige Entscheidung!

Riesige Letschwe-Herden, die mit wilden Sprüngen über einen Teich hüpften. Ein Krokodil, das langsam über die Wasseroberfläche trieb. Eine Meerkatzen-Familie, die mit ihren Jungen am Bauch gemütlich die Strassenseite wechselte. Nilpferde, Wasservögel, Zebra- und Giraffenherden, Warzenschweine – und sogar eine Straussengruppe!

Am Ende des Tages hatte ich über 1000 Fotos geschossen – bei so vielen unglaublichen Momenten konnte ich mich einfach nicht bremsen!

Ein luxuriöser Abschluss am Cubango-Fluss

Als wir im Divava Spa Resort ankamen, waren wir uns alle einig: Können wir nicht noch eine Nacht länger bleiben?

Das Resort liegt direkt am Cubango-Fluss, einem Teil des Okavango-Deltas. Jedes der Bungalows hat eine traumhafte Aussicht auf das Wasser, ein eigenes Sonnendeck, eine Badewanne mit Blick auf den Cubango – und eine Bootsanlegestelle mit Warnschildern vor Krokodilen und Nilpferden. So viel Natur kombiniert mit so viel Luxus – ein absolut würdiger Abschluss unserer Safari!

Zurück nach „Hause“ – Kambaku ruft

Am letzten Tag machten wir uns etwas wehmütig auf den Weg zurück nach Kambaku. Zum Glück hatten wir dort noch eine Woche vor uns – sonst wäre der Abschied von diesem wilden, wunderschönen Leben wirklich schwergefallen. Die Tierbeobachtungen, die lustigen Momente zusammen, die Sonnenuntergänge in der Savanne und die unglaubliche Vielfalt der Natur hatten uns alle tief beeindruckt.

Die Fahrt vom westlichen Caprivi-Streifen über Rundu und Grootfontein nach Kambaku war lang, aber ich nutzte die Zeit, um in meine Hörbücher einzutauchen.

📖 Empfehlung für alle, die tiefer in die Region eintauchen möchten:

The Last Resort – eine berührende Familiengeschichte, die die politische Entwicklung in Simbabwe von den 70ern bis in die 2010er-Jahre schildert.

What Animals Think and Feel – ein faszinierendes Buch über die Kommunikation und Familienstrukturen von Elefanten, Wölfen und anderen Tieren – und welche Rolle wir Menschen in der Natur spielen.

Ich liebe es, Hörbücher über das Land oder die Region zu hören, in der ich mich gerade aufhalte. Es lässt mich noch mehr mit der Umgebung verbinden – und gleichzeitig lerne ich unglaublich viel dazu.

Während der Fahrt liess ich auch noch einmal die letzten Tage Revue passieren – und war erstaunt, wie viel in nur acht Tagen passiert ist!

Kambaku – wie Heimkommen in die Wildnis

In Kambaku anzukommen fühlte sich fast wie nach Hause kommen an. Ich war ehrlich gesagt froh, meine Sachen für eine längere Zeit auspacken zu können und am Abend endlich die mehr als 2000 Fotos zu sortieren!

Meine Empfehlung für dich

Falls du jemals darüber nachdenkst, den Caprivi-Streifen zu bereisen, kann ich dir eine Safari nur wärmstens empfehlen!

➡️ Kambaku bietet eine Tour von Kasane (Botswana) bis Kambaku (Namibia) an, die perfekt organisiert ist. Die Tage in Victoria Falls haben wir selbst geplant. Mehr Infos dazu >>

Da ich vorher zwei acht-tägige Retreats hatte und wir zusätzlich die Victoriafälle besuchen wollten, war unsere Safari so kurz wie möglich. Wenn du danach direkt nach Hause reist, würde ich dir auf jeden Fall empfehlen, dir mehr Zeit für diese Tour zu nehmen!

Falls du nach der Safari noch ein paar Tage Ruhe suchst, ist Kambaku ein perfekter Ort, um die Seele baumeln zu lassen – und die Wildtiere aus einer ganz neuen Perspektive zu erleben: vom Pferd aus, mitten in der Natur!

Fotos

Möchtest du die besten Fotos von unserer Reise sehen? Hier findest du eine Auswahl – so kannst du dir ein Bild von unserem Abenteuer machen!

zu den Fotos >>

Posted on February 28, 2025 .

Mehr Solitude, bitte!

Lass uns zuerst klären, was „Solitude“ eigentlich ist. Auf Deutsch bedeutet es „Einsamkeit“, aber das trifft es nicht ganz. Einsamkeit hat oft einen negativen Beigeschmack – als würde man sich Gesellschaft wünschen. Doch genau das ist bei Solitude nicht der Fall. Solitude bedeutet vielmehr, allein zu sein und sich damit wohlzufühlen.

Warum sollte man sich damit wohlfühlen, allein zu sein?

Weil Solitude unglaublich viel zu bieten hat. Doch bevor ich darauf eingehe, möchte ich noch einmal zur Definition zurückkommen.

Diese Woche habe ich das Hörbuch Digital Minimalism von Cal Newport beendet. Mein grösstes Take-away? Ich habe meine Instagram-, Facebook- und WhatsApp-Apps auf die zweite Seite meines iPhones „verbannt“ (alle Benachrichtigungen waren sowieso schon lange aus). Mit dieser einfachen Massnahme und dem Vorsatz, nur noch einmal täglich – wenn es geschäftlich sein muss, auch zweimal – auf diese Apps zu schauen, habe ich eine ganze Stunde pro Tag eingespart! Das ist verrückt. Und ich kann es dir nur ans Herz legen.

Das Hörbuch zieht sich an manchen Stellen etwas und schweift gelegentlich ab, bietet aber wertvolle Ansätze – unter anderem zur Solitude. Newport definiert Solitude als einen Zustand, in dem man nicht dem Gedankengut anderer ausgesetzt ist. Das bedeutet: Kein Podcast, keine Musik, kein Scrollen auf Instagram und keine Konversation mit anderen Menschen. Einfach nur sein. Schreiben ist okay, lesen jedoch nicht. Nichts, was eine andere Person gedacht, geschrieben, gemalt oder gesagt hat, sollte in diesem Moment zu dir durchdringen.

Warum?

Weil du dann ganz bei dir selbst bist. Weil dein Geist und deine eigenen Gedanken Raum bekommen, sich zu äussern.

Das Problem unserer Zeit: Dauerberieselung

Wir sind es gewohnt, ständig von aussen stimuliert zu werden:

• Musik oder Hörbücher über die AirPods,

• Instagram beim Warten in der Schlange,

• ein Buch auf dem Weg zur Arbeit,

• zu Hause immer jemand, der etwas von einem will,

• und selbst beim Ausreiten geht man oft zu zweit, um jemanden zum Quatschen zu haben.

Studien zeigen, dass dieser permanente externe Input unser Wohlbefinden negativ beeinflusst. Oft ist es eine Strategie, um sich nicht mit den eigenen Gedanken und Problemen auseinandersetzen zu müssen. Man will nicht an den ungeliebten Job denken, an das Pferd, das vielleicht doch etwas zu anspruchsvoll ist, oder an die Diagnose vom letzten Arztbesuch. Und man müsste ja auch mal über die eigene Ernährung nachdenken…

Ich kenne dieses Phänomen aus meinen Yogastunden. Bei den Reiten & Yoga Retreats wechseln sich spielerische, dynamische Asana-Sequenzen mit ruhigeren Phasen ab – mit Meditation und längerem Stillsein. Und genau in diesen langsameren Sequenzen sehe ich oft Unruhe. Menschen bewegen sich, rücken herum – ein Zeichen für einen aufgewühlten Geist.

Doch Stille ist essenziell.

Wenn wir zu lange die Augen vor dem verschliessen, was nicht gut für uns ist, fühlen wir uns unwohl. Im schlimmsten Fall macht es uns krank. Denn ständiger unterschwelliger Stress wirkt sich negativ auf unser Immunsystem aus – mit potenziell schwerwiegenden Folgen. Aber dazu vielleicht ein anderes Mal, denn das würde hier den Rahmen sprengen.

Wie du Solitude in dein Leben integrieren kannst

Anfangs kann es herausfordernd sein, Zeit allein mit dir selbst zu verbringen. Doch ich verspreche dir: Je öfter du einfach nur bist, denkst, schreibst und in die Ferne blickst, desto mehr wird sich lösen. Ja, es werden Konflikte aufkommen – soll ich meinen Job kündigen? Sollte ich mit meiner Chefin sprechen? Brauche ich Unterstützung mit meinem Pferd? Sollte ich meine Ernährung umstellen?

Aber du wirst auch spüren und erkennen, was wirklich gut für dich ist.

Du wirst lernen, für dich selbst einzustehen – für deine Wünsche, Bedürfnisse und Ziele.

Du wirst beginnen, dein Leben bewusster zu leben und deine Solitude zu geniessen.

Probier’s aus!

Verschiebe deine Social-Media-Apps nach hinten auf deinem Handy.

Schau nicht bei jeder Gelegenheit darauf.

Nutze die gewonnene Zeit für dich:

• Geh spazieren – ohne Ablenkung.

• Reite allein mit deinem Pferd.

• Schreibe ein Tagebuch.

• Male oder zeichne.

Tiere und Solitude – eine besondere Verbindung

Ich persönlich finde, dass Zeit mit Tieren hier in Bezug auf Solitude extrem wertvoll ist. Nicht unbedingt dann, wenn man gemeinsam etwas erarbeitet – wie Bodenarbeit oder Training –, sondern wenn man einfach nur zusammen ist.

• Ein entspannter Spaziergang,

• auf der Weide sitzen und der Herde zuschauen,

• mit dem Hund auf dem Sofa liegen,

• oder die Katze streicheln.

Tiere lehren uns, einfach zu sein. Gleichzeitig nehmen sie uns das Gefühl der Einsamkeit. Wenn wir mit ihnen kommunizieren, dann auf einer emotionalen Ebene – und das steht nicht im Widerspruch zur Solitude, die so wichtig für uns ist.

Probier’s aus! Viel Freude damit. 💙

Posted on February 8, 2025 .

Sattelkammer aufräumen und Gutes tun: Spende für Pferde in Marokko

Ihr Lieben, es ist wieder Zeit, die Sattelkammern zu leeren! Denn Ende Februar planen wir einen Transport von „Pferdematerial“ nach Marokko. Wie du vielleicht weisst, haben wir Equievasion nach der Covid-Pandemie geholfen, ihr Material auf Vordermann zu bringen, sodass die Pferde passendes Equipment erhalten haben. In der Zwischenzeit haben alle Pferde für die langen Ritte einen schönen Sattel aus der Schweiz oder Deutschland (danke an alle!!) sowie ein massgeschneidertes dickes Pad, das vor Ort hergestellt wird. Es ist schön zu sehen, wie aus der Hilfe und dem lokalen Handwerk etwas Schönes entsteht.

Da der Stall wächst, besteht jedoch weiterhin Bedarf an bestimmten Gegenständen (siehe Liste unten). Auch hilft Hassan anderen Ställen und Pferdebesitzern aus, sodass mehr als nur ein Stall von der Hilfe profitiert. Wenn auch du Material hast, das noch gut ist, aber das du nicht mehr brauchst, lass es uns zukommen (wie, liest du weiter unten).

Was wir aktuell brauchen:

  • Sättel (egal welche Richtung; sie sollten vom Typ Pony, Araber/Cob passen, also nicht zu breit und nicht zu lang)

  • Sattelgurte (Leder, Neopren etc.; keine Schnurgurte – diese reiben mit Salz, Schweiss und Sand die Haut auf), kurz und lang, ach hier nicht zuuu lang

  • Heunetze

  • Knotenhalfter (Grösse Pony, Araber & Cob)

  • Stallhalfter (Grösse Pony, Araber & Cob)

  • Lange Führstricke (ab 3 m)

  • Vordergeschirr

  • Steigbügelleder

  • Steigbügel

  • Zaumzeug (Grösse Pony, Araber & Cob)

  • Zügel

  • Wassertrensen (nicht zu breit)

  • Sattelfell

  • Reithelme (bitte nur solche, die sicher noch nie einen Sturz/Schlag hatten)

Was wir nicht brauchen:

  • Decken

  • Ohrengarn

  • Gamaschen

  • Sattelpads / Schabracken

  • Kurze Führstricke

  • Kaputte Dinge

Unser Verein Hand in Huf übernimmt die Transportkosten nach Marokko. Für die Versandkosten innerhalb der Schweiz bitten wir dich, diese zu übernehmen. Falls diese nicht tragbar sind, komm bitte auf uns zu. Wenn du einen, mehrere Sättel oder sont viel Material hast, kannst du dich bei uns unter catherine@reitenundyoga.ch melden; wir schauen dann, ob wir einen Transfer innerhalb der Schweiz zu uns organisieren können.

Die Adresse für Material in der Schweiz ist:
Catherine Lippuner
Via Maistra 54
7525 S-chanf

Wenn du in der Stadt Zürich wohnst (oder etwas dort abgeben könntest), melde dich bitte bei mir. Wir haben dort einen lokalen Sammelpunkt.

Wenn du kein Material hast, uns aber trotzdem unterstützen möchtest, kannst du gerne an den Verein Hand in Huf spenden (diese Spende ist steuerbefreit; d.h., du kannst sie bei der nächsten Steuerrechnung abziehen), um den Transfer nach Marokko zu unterstützen. Die Infos zu deinen Spendenmöglichkeiten findest du hier: https://www.reitenundyoga.ch/hand-in-huf

Ich sage schon jetzt danke für deine Hilfe! Better together!

P.S.: der Transporter ist für den 4. Februar bestellt. Falls du mir etwas schickst, schau bitte, dass es bis am 30. Januar bei mir ist.

Posted on January 5, 2025 .

Getting There: Lektionen aus dem Leben

In meinem letzten Post habe ich über das Schaffen von Ordnung für mehr Klarheit im Leben geschrieben. Ordnung habe ich auch an meinen digitalen Orten geschaffen, wie auf meinem Computer, meiner externen Festplatte und meinem Handy. Auf dem Handy haben sich zig ungenutzte Apps getummelt, und auch in meiner Audible-App habe ich geschaut, welche angefangenen Hörbücher es noch gibt. Ob ich die hören möchte oder als „gelesen“ verbuchen kann. Eines war dabei, das nach einem begonnenen Hörbuch aussah: Getting There: A Book of Mentors von Gillian Zoe Segal. Dieses wollte ich mir zu Ende anhören und habe mir dafür die Reise von Zürich ins Engadin vorgenommen. Da meine Tage eher voll sind und ich nicht so viel Zeit zum Lesen habe, nutze ich die Zeit im Auto immer dafür, Hörbücher oder Podcasts zu hören.

Kurz nachdem ich das Hörbuch angefangen habe, kam es mir bekannt vor. Ich hatte es schon einmal gehört. Doch da ich ein grosser Fan davon bin, Dinge auch zweimal zu hören, bin ich dabei geblieben. Beim Autofahren kann ich mir auch gut Gedanken machen. Bei so vielen Geschichten kam ich auch über meine eigene Geschichte ins Sinnieren. Alle, die sprachen, wurden nicht besonders geboren; alle hatten Rückschläge und Misserfolge. Aber alle haben eines gemeinsam: Sie haben nicht aufgegeben und nach dem gesucht, worin sie gut sind und was sie gerne machen. Viele haben eine Absage von einer prestigeträchtigen Universität im Nachhinein als Segen bewertet, weil sie nur so ihre wahre Leidenschaft gefunden haben.

Das hat bei mir sehr angesprochen, denn ich selbst habe mich einmal für einen PhD in Epidemiologie an der Columbia University beworben. Das Interessante war: In diesem Jahr gab es mehr Bewerbungen als gewöhnlich. Normalerweise wäre ich mit einem Stipendium angenommen worden. Da es aber mehr Bewerbungen als sonst gab, wurde ich nur in das PhD-Programm aufgenommen, erhielt jedoch kein Stipendium. Mit den horrenden Studiengebühren in Amerika und den damals schon extrem hohen Lebenshaltungskosten in New York habe ich diesen Traum begraben. Heute bin ich froh, mir diesen Umweg erspart zu haben. Ich glaube nicht, dass ich im Bereich Public Health glücklich geworden wäre.

Niederlagen gehören zum Leben. Jemand hat mal gesagt: „If you never fail, you have not tried hard enough.“ Mit etwas umzugehen, was man lieber anders hätte, gehört zum Leben wie das Ein- und Ausatmen. Wir können nicht immer gewinnen – und das ist auch gut so. Eine gewisse Resilienz gegenüber Schicksalsschlägen ist wichtig, denn das ist etwas, was wir nicht steuern können. Wir werden Absagen bekommen, Projekte werden nicht fliegen und gute Ideen können jahrelang niemanden interessieren.

Wichtig ist, dass du dabei bleibst, was dich antreibt – was dir Freude macht und deine Augen zum Glänzen bringt. Bei mir waren das schon immer Tiere, vor allem Pferde. Deshalb wollte ich auch Tierärztin werden; aber davon bin ich abgekommen und habe Biologie statt Tiermedizin studiert. Auch darüber bin ich extrem froh, denn mit meiner heutigen Arbeit bin ich Tieren auf eine andere Art nahe – einer Art, die mir mehr entspricht.

Mein Wunsch, mehr Tieren zu helfen, wird immer grösser. Hier bin ich dabei, neue Ideen zu entwickeln. Ein Projekt davon ist die Mitfinanzierung eines Stücks Land in Marokko, damit die Pferde von Equievasion mehr Platz haben und zusammen raus können. Das Ganze soll ein Vorzeigeprojekt sein, um anderen Ställen zu zeigen, wie artgerechte Haltung von Hengsten aussehen könnte.

Leben ist Bewegung! Ich sehe das Leben als ein Spiel mit unendlich vielen Möglichkeiten. Ich teste gerne aus und probiere Neues aus. Ich hoffe, dir mit diesen Zeilen etwas Mut gemacht zu haben, deinen Träumen zu folgen – das zu tun, was dein Herz berührt – und da standhaft zu sein; nicht bei Dingen, die zwar schön auf dem Lebenslauf aussehen aber null Freude bereiten oder im schlimmsten Fall sogar noch Magenschmerzen verursachen.

Wenn du mehr über meinen Lebensweg wissen möchtest, findest du hier weitere Infos.

Und passend zum neuen Jahr sowie dem oben genannten Thema möchte ich dir auch den Blogartikel „Wie du deine Neujahrsvorsätze mit richtigem Affirmieren umsetzen kannst“ ans Herz legen.

Auf ein wunderbares 2025! Mögest du dir deine Herzenswünsche erfüllen.

Posted on January 3, 2025 .

Ordnung schaffen für mehr Klarheit im Leben

Ich liege im Bett, während ich diesen Artikel schreibe. Das mache ich oft, wenn ich alleine bin: Ich stehe auf, mache mir Frühstück und gehe dann damit wieder ins Bett, um meinen Tag zu planen. Im Winter ist das unglaublich schön und ein kleiner Luxus für mich. Heute freue ich mich ganz besonders, denn alles ist an seinem Platz, alles ist sauber und alles, was ich sehe, erfreut mich. Sogar mein Laptop-Desktop (ein Ordner ist darauf). Doch wie kam es dazu? Es hat keine Ahnung wie viele Stunden gedauert, Schweiss – nicht gerade Tränen – aber viel Unmut, Unlust und schlechte Laune gebraucht, um an diesen Punkt zu kommen.

Ich habe ein gewisses Mass an Ordnungsfimmel; oft schiebe ich es auf mein Sternzeichen: die penible Jungfrau. Da es – meiner Meinung nach ;) – noch nicht ins Zwanghafte gerutscht ist (ich kann auch sehr gut mit Chaos leben), sehe ich es als eine positive Eigenschaft. Für die ich dieses Jahr definitiv zu wenig Zeit hatte, was dann auch dazu geführt hat, dass die Aufräumaktion lange (um genau zu sein einen Monat, vom 23.11 bis heute) gedauert hat. Am 23. November bin ich von Marokko zurückgekommen und wusste, dass ich einen ganzen Monat Zeit habe, um meine Dinge mal wieder in Ordnung zu bringen.

Natürlich habe ich in dieser Zeit nicht nur aufgeräumt; ich bin nicht der Typ, der nur etwas machen kann (aufräumen), sondern habe auch noch ein Pferd sowie das Büro von Reiten & Yoga, das weiterläuft, Sport und soziale Anlässe. Mir ist es lieber, ein paar Stunden pro Tag aufzuräumen und dann auch noch etwas anderes zu machen als fünf Tage lang durchzuarbeiten.

Hier kommt daher auch schon mal der erste Tipp: Nimm dir Zeit! Dein Kram muss nicht von heute auf morgen aufgeräumt und ausgemistet sein. Aber lass dir auch nicht unendlich Zeit; denn eine Aufgabe dauert so lange, wie du dafür Zeit hast. Wenn du unbegrenzt Zeit hast, wird die Aufgabe auch unbegrenzt lange dauern – also ewig. Je nachdem, was du alles aufräumen willst, kann es ein paar Stunden (z.B. mal den Schreibtisch aufräumen), ein paar Tage (Sattelkammer…) oder ein paar Wochen (ALLES inklusive digitale Orte wie HDs oder Computer) dauern.

Und wieso tut man sich so etwas überhaupt an? Ich bin mir sicher, du kennst den gefühlsmässigen, emotionalen und energetischen Unterschied zwischen einem schön aufgeräumten Raum und einem „Saustall“. Stell dir vor: Deine Sattelkammer ist aufgeräumt; alles darin macht dir entweder Freude oder hat einen Sinn. Du findest auf Anhieb alles ohne wühlen oder 100 Dinge zuerst aus dem Weg räumen zu müssen. Genau das ist das Gefühl, wofür wir all das auf uns nehmen.

Dein Geist ist klarer in einer aufgeräumten Umgebung; du verspürst weniger Stress und Belastung (und schlechtes Gewissen). Ausserdem wirst du dich besser konzentrieren können – was vor allem am Arbeitsplatz wichtig ist.

So wissen wir nun, warum man aufräumen sollte; aber wie genau macht man das systematisch oder mit Plan? Es gibt hunderte von Techniken. Ich bin ein grosser Fan von Marie Kondo und wende zwei ihrer Prinzipien an. Damit fahre ich sehr gut.

Das erste Prinzip besagt: Man soll nur Dinge behalten, die einem entweder Freude bereiten oder nützlich sind. Ein Beispiel: Ich habe einen wunderschönen Kaschmirpulli, der ein Vermögen gekostet hat. Er ist in top Zustand (da praktisch nie getragen) und wirklich schön. Das Problem? Er steht mir nicht! Ich habe alle möglichen Styling-Varianten versucht: Er und ich matchen einfach nicht. Ich musste ihn jahrelang in meinem Schrank haben und jedes Mal ein schlechtes Gewissen haben, bevor ich ihn ausgemustert habe. Das ist ein Beispiel für „Freude haben“. Ich hatte keine Freude an ihm.

Da gibt es aber das T-Shirt, das schon seit längerem seine „Haltbarkeitsgrenze“ überschritten hat. Es ist ein schlichtes Baumwoll-T-Shirt von einer Marke, die es nicht mehr gibt; es ist am Kragen und den Ärmeln ausgefranst und hat von der Sonnencreme auch schon einige Verfärbungen. Und trotzdem ist es noch in meinem Schrank – ich freue mich jedes Mal, wenn ich es trage! Es spielt keine Rolle wie abgeratzt oder billig etwas ist; wenn du lächelst, wenn du es in die Hand nimmst: behalte es! Wenn du ein schlechtes Gewissen hast (von der besten Freundin geschenkt bekommen, teuer gekauft etc.), dann weg damit! Wir wollen KEIN schlechtes Gewissen mit Dingen haben sondern uns daran freuen.

Der zweite wichtige Tipp lautet: Alles von der gleichen Sorte wohnt am gleichen Ort! Das heisst: Alle Schabracken sind am gleichen Ort – nicht eine hier, die andere da und die dritte zu Hause. Alle Koffer sind am gleichen Ort – nicht einer im Keller und einer im Estrich usw. Mir hat dies extrem geholfen; so finde ich immer alles schnell wieder! Denn ich weiss: Alles was klebt (Klebeband, Sticker zum Befestigen etc.) befindet sich in der gleichen Schublade.

Wenn ich einen Ersatz-Snap für meine Zügel suche weiss ich: Der ist in der Kiste wo alles mit Zügeln zu tun hat! Irgendwo habe ich bei einem der Bücher von Marie Kondo gelesen dass sie geschrieben hat: Alle Dinge der gleichen Familie wohnen am gleichen Ort – süss oder?

Das Einzige, was bei mir überall „wohnt“, sind die Pferdekekse 😆

Natürlich gibt es noch weitere Regeln wie die 5-Minuten-Regel (wo kleine Aufgaben sofort erledigt werden) oder die „Ein rein - ein raus“-Regel (für jeden neuen Gegenstand einen alten weggeben). Mir reichen aber die zwei Prinzipien von Marie Kondo plus ein drittes: Wenn der Platz knapp wird muss etwas passieren!

Ich mag es nicht wenn mein Kleiderschrank aus allen Nähten platzt! Dann überlege ich: Kann ein Teil davon in den Estrich (z.B.: Sommerkleider im Winter)? Kann ein Teil davon weg? (immer…) Aufräumen ist leider wie Sport nichts was man einmal macht und dann gut ist; denn Unordnung nimmt zu wenn man nichts dagegen unternimmt!

Über’s Jahr räume ich immer mal wieder auf – meistens dann wenn ich die Wohnung putze. Doch es gibt auch noch andere „Räume“, in denen sich Unordnung ansammeln kann: Estrich, Keller Sattelkammer Computer Harddiscs etc.! Dass wir die Wohnung regelmässig putzen und aufräumen ist wie Zähneputzen – wir machen es einfach.

Aber die anderen Räume (oder Schubladen…) werden oft einfach geöffnet reingestopft und wieder verschlossen. Irgendwo habe ich einmal gelesen dass alles was einem gehört eine unsichtbare Bindung hat; man kann sogar Chaos in Schubladen spüren. Das hat mir recht Eindruck gemacht; daher versuche ich nun auch immer Ordnung in den kleinen verschlossenen Räumen zu halten.

Doch kommen wir zurück zum grossen „Frühlingsputz“ oder wann immer du diesen machen möchtest. Bei mir findet er grösstenteils gegen Ende des Jahres statt; denn ich mag Neubeginne und möchte frisch & sauber starten – nicht mit zig Altlasten. Daher versuche ich mir immer Ende des Jahres Zeit zu nehmen um auszumisten und aufzuräumen. Das kann aber auch im Frühling sein; das ist ebenfalls eine gute Zeit denn die Lethargie vom Winter verflogen; die neue Energie vom Frühling hilft altes umzukrempeln Teppiche vors Haus zu schleifen oder sie zu schamponieren.

Aber egal wann du es machst wichtig ist dass du es machst wenn du nicht in deinem eigenen Chaos untergehen möchtest. Ob Schritt für Schritt (wie bei mir) oder ob du dir ein paar Tage frei nimmst nur um Ordnung zu schaffen – egal. Wichtig ist dass du irgendwann einmal anfängst! Schön wäre z.B.: Vorher-Nachher-Bilder zu machen Musik dabei zu hören oder Hörbücher anzuhören.

Alles was du nicht mehr brauchst kannst du unterteilen in Dinge die kaputt sind und entsorgt werden sollen sowie solche die noch eine zweite Chance verdienen. Schöne Dinge verkaufe ich z.B. immer auf Ricardo, gute aber jetzt nicht umwerfende Stücke kommen in die Altkleidersammlung, Bücher in Büchercorner oder -exchanges die ja überall auftauchen, während Dinge aus dem Stall oft nach Marokko kommen (wenn sie noch gut sind). Hierzu melde ich mich noch in Kürze denn für das Frühjahr 2025 planen wir wieder einen Transport nach Marokko wo wir gutes aber hier nicht mehr gebrauchtes Pferdematerial in den Süden transportieren.

Ich hoffe dieser Text ermutigt dich deine Schubladen zu öffnen sowie deine Räume aufzuräumen um so Klarheit in deinem Leben zu schaffen.

Posted on December 22, 2024 .

Meine Mandali Experience

Mandali. Ein schöner Name. Ein schöner Ort. Ein Ort, an dem ich Anfang Dezember sechs Tage verbracht habe. Das relativ neue Retreat-Zentrum bietet seit 2017 eigene Retreats (Mandali Experiences) sowie solche von Gastlehrerinnen und -lehrern an. Das Zentrum ist schon länger auf meinem Radar, einerseits weil mir das Design gefällt, andererseits weil es nicht so weit von mir entfernt ist. Vom Engadin fahre ich knapp 4,5 Stunden mit dem Auto. Als mir dann noch jemand, der schon hier war, von dem Ort vorgeschwärmt hat, habe ich dieses Retreat gebucht. Da ich sehr begeistert bin von der „Experience“, möchte ich diese gerne mit dir teilen. Vielleicht verschlägt es ja auch dich nach Norditalien, ins Piemont – genauer gesagt nach Quarna Sopra, in der Nähe des Lago Maggiore. Hoch oben am Berg thront das Zentrum; man sieht weit ins Land hinein, auf den Lago d’Orta und die umliegenden Dörfer. Es ist still und friedlich – ein perfekter Rückzugsort.

Es wird gemunkelt, dass die beiden holländischen Gründer einen Schamanen beauftragt haben, den idealen Ort für das Zentrum zu finden. Die sich hier kreuzenden Energielinien haben anscheinend den Anstoss gegeben, hier zu bauen. Meiner Meinung nach eine sehr gute Entscheidung; ich habe selten ein Retreat-Zentrum an einem solch perfekten Ort gesehen. Generell haben Wouter und Wildrik sehr vieles richtig gemacht. Was mich besonders beeindruckt hat, ist die Qualität und das Durchdachte an allem: von der Anmeldung über die Informationsmail eine Woche vor dem Retreat bis hin zu den schlichten, aber mit allem Notwendigen ausgestatteten Zimmern, dem gesunden lokalen Essen und den verschiedenen Möglichkeiten, sich zu beschäftigen – oder auch nicht.

Selten habe ich so viele schöne Details gesehen: wie den Leinenüberwurf auf dem Bett, den Ruheraum mit atemberaubendem Blick auf die umliegenden Berge und den absolut schönen Spa-Bereich. Nichts wackelt; alles ist gepflegt, sauber und ordentlich. Es wurden schöne natürliche Materialien verwendet wie lokaler Stein und Holz, Leinen, Ton und natürliche Farben. Die Anlage ist klug gebaut – ein bisschen wie ein italienisches Dorf – mit verschiedensten Zimmern: von Einzelzimmern mit Balkon und Blick auf den See bis hin zu gemütlichen 4-Bett-Zimmern. Mein Tipp: Zimmer 1-7 sind die rechts vom Haupthaus; alle haben einen Balkon mit Blick auf den See und mehr Sonne als die anderen Zimmer.

Der „Tempel“, wo die Yoga-, Meditations- und anderen Lektionen stattfinden, ist ein kubistischer Bau. Drinnen ist es sehr hell; vom Stil her entspricht es nicht ganz meinem Geschmack, aber man muss auch nicht alles mögen. Auch hier zeigt sich wieder die hohe Qualität: genug gleichfarbige Matten (ich habe eine Aversion gegen zusammengewürfelte Yogamatten in Studios), Kissen, Bolster, Stühle, Meditationsstühle, Decken, Blöcke und Gürtel – alles was man braucht: ausreichend vorhanden, schön, sauber und ordentlich. Ich freue mich darüber, da das leider nicht überall der Fall ist.

Das Angebot an Lektionen war reichhaltig; wenn man an allem teilnimmt, hat man seinen Tag sehr gut ausgefüllt: 7:15 bis 8:30 Uhr Yoga oder Qi Gong; 8:30-9:30 Uhr Frühstück; dann freie Zeit; von 12:15 bis 13 Uhr Meditation; Mittagessen von 13-14 Uhr; freie Zeit; 16-17 Uhr Kum Nye (Tibetisches Yoga); 17 Uhr Tee und Kuchen; 17:30-18:45 Uhr Yoga oder Qi Gong; 19-20 Uhr Abendessen; von 20:30 bis 21:15 Uhr noch eine Meditation. Puh! Und wenn man möchte, kann man auch noch Einzelsessions oder Massagen buchen – langweilig wird es einem nicht! Wenn man jedoch nicht an allem teilnehmen möchte, ist das auch kein Problem; denn alles ist freiwillig. So habe ich mir mein Programm selbst zusammengestellt.

Wider Erwarten habe ich die Meditationsstunden geliebt! Die Soundmeditation war grandios. Das Yoga war nicht so meins und das Qi Gong habe ich ausgelassen, da es mir sonst einfach zu viel geworden wäre. Was mir ebenfalls sehr gefallen hat, ist die Qualität der Lehrerinnen und Therapeuten – sie unterrichten und praktizieren seit vielen Jahren und man merkt ihnen ihre Erfahrung an.

Auch das Body Care Centre ist sehr zu empfehlen. Leider war ich zu spät für eine Massage (buche diese am besten schon vor deiner Anreise), doch der Spa-Bereich selbst hat mir auch gereicht: ein Dampfbad, eine Sauna, ein Schwimmbecken und ein Aussen-Whirlpool mit Blick auf die Berge und den Lago d’Orta – herrlich! Wer mag kann auch spazieren gehen, sich das kleine Dorf anschauen oder einfach einmal nichts tun.

Wem kann ich Mandali empfehlen? Allen, die ein paar Tage Auszeit vom Alltag an einem schönen Ort möchten. Ich finde es den perfekten Mix zwischen Wellness und Retreat – denn du entscheidest selbst, was du möchtest und was nicht. Schön fand ich auch, dass man Teil einer Gruppe war; gemeinsam essen konnte wenn man wollte oder sich zurückziehen konnte – denn es gab auch Bereiche in denen man in Stille essen konnte. Apropos Stille: Bis nach dem Frühstück wird nicht gesprochen. Was ich ja immer liebe – da ich gerne meine Energie noch etwas sammle und bei mir behalte bevor es dann losgeht.

Posted on December 11, 2024 .

Easy Kur - 10 Tage detoxen ohne zu Hungern

Easy Kur. Klingt einfach, oder? War es für mich auch – was ich bei meiner Vorgeschichte in Bezug auf Kuren und Fasten nicht gedacht hätte. Die erste Kur, an die ich mich erinnern kann, war eine Biotta-Saftkur. Das muss 2002 oder so gewesen sein, auf jeden Fall in der Zeit, als ich noch an der Uni Biologie studiert habe. Top motiviert habe ich mir die Säfte gekauft. Den Gemüsesaft mit Salz konnte ich kaum hinunterwürgen, und der Feigensaft am Morgen mit Leinsamen hat mir den Rest gegeben. Ich erspare dir die Details, wie ich ziemlich schnell aus dem Bus aussteigen musste, weil mir der Feigensaft wieder hochkam. Die Saftkur war am zweiten Tag beendet.

Darauf folgten eine mehr oder weniger erfolglose Schweigen-Wandern- und Fastenkur (an der wunderschönen Ostsee) sowie eine Fastenwoche nahe Berlin (der Effekt war dann in Berlin schnell wieder verflogen). Mein Fazit damals: Wenn ich nach dem Fasten mehr esse als vorher, ist das wohl nichts für mich. Aus meiner heutigen Sicht und mit meinem heutigen Wissen war es damals wirklich nichts für mich. Ich bin der Meinung, dass Fasten gewissen Menschen sehr gut tut, anderen hingegen nicht. Es kommt auf die körperliche Konstitution, den Metabolismus und andere Faktoren an. Kontraindikationen sind kurz zusammengefasst: Schwangerschaft und Stillzeit, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Krankheiten, die Einnahme bestimmter Medikamente, ein schwaches Immunsystem sowie psychische Erkrankungen und Essstörungen. Natürlich muss jeder Fall einzeln betrachtet werden, aber bei den oben genannten Punkten ist Vorsicht geboten.

Warum habe ich dann eine 10-tägige Kur begonnen, durchgezogen und empfunden, dass ich sie hier mit dir teilen möchte? Weil es vielen Menschen so geht wie mir. Nach der Kur werden sie von Heisshungerattacken geplagt, fühlen sich während der Kur elend oder haben einfach ständig Hunger.

Fangen wir aber vorne an: Was genau für eine Kur habe ich gemacht? Lass uns noch etwas früher anfangen. Es ist Mitte November; ich sitze mit Claudia am Lagerfeuer in Sidi Kaouki. Wir sind den ganzen Tag geritten, hatten ein wunderschönes Sunset-Shooting, einen leckeren Couscous und geniessen nun unseren Tee. Claudia ist Teilnehmerin eines Reiten- & Yoga-Retreats in Marokko und hat zu Hause ein Fitnessstudio. Ausserdem ist sie Ernährungscoach und weiss unglaublich viel über Ernährung, den Körper und auch über Fasten. Da mich das Thema fasziniert, sprechen wir lange und ausführlich darüber. Am Ende habe ich sie so ausgefragt, dass wir vereinbaren, dass sie mich individuell bei einer 10-tägigen Easy Kur begleitet.

Wieder zu Hause in der Schweiz marschiere ich schnurstracks in die Apotheke, bestelle mir den Tee und decke mich mit Buchweizen, Sesam und Himalayasalz ein. Das ist alles, was ich in den nächsten 10 Tagen zu mir nehmen werde. Buchweizen ist glutenfrei und hat ein ideales Verhältnis von Kohlenhydraten zu Proteinen; Sesam verfügt über alle Aminosäuren, die wir Menschen benötigen; und das Himalayasalz liefert die nötigen Elektrolyte. Der (sehr!) bittere Tee, den man am Morgen trinkt, regt die Leber zur Entgiftung an.

Das Schöne an der Kur? Du kannst so viel Buchweizen essen, wie du magst! Ich hatte kein einziges Mal Hunger in all diesen Tagen. Klar, irgendwann hat man genug vom Buchweizen gesehen – aber ich fand es nie wirklich schlimm und esse auch jetzt noch gerne davon.

Und was hat es mir gebracht? Das Vertrauen darin, dass ich eine Kur durchziehen kann – etwas, das mir nach meinen bisher gescheiterten Kuren abhandengekommen war. Gegen Ende der Kur hatte ich extrem viel Energie. Ich hatte nie wirklich das Gefühl gehabt, wenig Energie zu haben während der Kur; aber sie wurde von Tag zu Tag mehr. Ich habe oft einen Blähbauch – dieser war nach den 10 Tagen weg zusammen mit 5 kg Gewicht.

Seit der Kur esse ich wieder viel achtsamer; ich spüre mehr darauf, was mir guttut; esse früher genug und überesse mich nicht mehr. Ich bin mir sicher, dass es noch viele andere positive Auswirkungen auf meinen Körper hatte – auch wenn ich diese nicht messen kann.

Auf jeden Fall bin ich sehr euphorisch bezüglich dieser Kur – das ist auch der Grund dafür, warum ich all dies mit dir teile! Claudia wird im Januar wieder eine Gruppe starten, in der sie die Teilnehmerinnen durch die 10 Tage begleitet. Du wirst ein Dokument mit allen wichtigen Infos erhalten sowie wertvolle Tipps von Claudia in einer WhatsApp-Gruppe und regelmässigen Zoom-Calls. So hast du immer eine Ansprechperson zur Verfügung – sei es bei Fragen oder wenn du Hilfe benötigst oder Symptome hast, die du gerne besprechen möchtest.

Wenn du Interesse hast daran, dir nach den Weihnachtsfeiertagen etwas Gutes zu tun: Trag dich via dem Button in die Infoliste ein! Sobald das Datum für den neuen Kurs online ist, wirst du Post von mir erhalten.

Posted on December 8, 2024 .

Schenken mit Herz: 9 Geschenkideen für Yoginis und Reiterinnen

Damit du nicht Ende des Jahres zusammen mit 1000 anderen verzweifelt durch die Bahnhofsstrasse rennst und krampfhaft versuchst, ein Geschenk für jemanden Liebes zu finden, habe ich 9 Ideen zusammengestellt. Es sind Geschenke, über die sich Yoginis und Reiterinnen freuen werden, und die sich auch als Wichtelgeschenke eignen. Inklusive Links, damit du alles entspannt von zu Hause aus bestellen kannst.

Reitponcho aus Island
Ein absoluter Favorit von mir sind die wunderschönen Reitponchos aus Island. Sie halten schön warm, sind ein echter Hingucker und werden in Island aus 100 % isländischer Wolle hergestellt. Es gibt sie in Rot, Grün und Beige. Den Poncho kann man nicht nur zum Reiten tragen, sondern auch bei Spaziergängen mit dem Hund; zum Schlittenfahren eignet er sich perfekt als Decke beim Savasana.

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Edelsteinmasken
Die Masken aus Amethyst, grünem Aventurin, Rosenquarz, weißer Jade, Tigerauge oder schwarzem Obsidian sind die Lieblinge bei meinen Retreats. Man kann sie fürs Savasana nutzen, beim Yoga Nidra oder einfach beim Entspannen auf dem Bett – für ein bisschen mehr Glamour im Leben.

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Pranamat
Wenn du jemandem ein besonderes Geschenk machen möchtest, kann ich dir die Pranamat empfehlen. Sie hilft beim Entspannen, bei Spannungskopfschmerzen und bringt ein gestresstes Nervensystem wieder ins Gleichgewicht. Die Matten sind aus Naturmaterialien gefertigt und auch die Lotusblüten werden aus HIPS-Kunststoff hergestellt, der unter anderem für Medizinprodukte und Kinderspielzeug verwendet wird und als gesundheitlich unbedenklich gilt. Pranamat ECO-Produkte erfüllen die OEKO-TEX-Standards und sind hypoallergen. Mit dem Code REITENUNDYOGA bekommst du außerdem 10 % Rabatt auf deinen Einkauf.

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Yogamatten und Props von Beyond
Für meine Schweizer Retreats verwende ich nur Yogamatten von Beyond. Sie werden fair und nachhaltig aus schadstofffreien Materialien hergestellt. Außerdem sind alle Produkte wunderschön und qualitativ hochwertig. Es gibt nicht nur Yogamatten in verschiedenen Ausführungen, sondern auch Meditationskissen, Yoga-Bolster für Yin Yoga, Augenkissen und vieles mehr. Mit dem Gutschein-Code „Catherine Lippuner“ bekommst du 10 % Rabatt auf deinen Einkauf bei Beyond Yoga.

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Das Orakel der Krafttiere
Ein All-Time-Favorite bei meinen Retreats ist das Kartenset „Orakel der Krafttiere“. Schöne Zeichnungen und inspirierende Botschaften helfen in verschiedenen Lebenslagen.

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dōTerra-Öle und andere Produkte
Bei meinen Retreats verwende ich dōTERRA-Öle für die Yogastunden. Ich bin überzeugt von der Qualität (biologisch und kontrolliert) sowie der Herstellung (fair und nachhaltig). Wenn auch du jemandem eine Freude damit machen möchtest, schicken wir dir die Öle kostenfrei nach Hause (nur in der Schweiz). Wenn du noch vor Weihnachten ein Öl bestellen möchtest, melde dich bitte bis spätestens 5. Dezember bei mir.

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Reiten & Yoga Gutscheine
Gutscheine für Retreats stellen wir dir in beliebiger Höhe aus. Die schöne Geschenkkarte schicken wir entweder an dich zum Weiterverschenken oder direkt an die beschenkte Person. Die Gutscheine können für alle Reiten & Yoga Retreats verwendet werden.

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Moonbrew Kakao
Seit ich aufgehört habe, Kaffee zu trinken, bin ich auf der Suche nach Alternativen und experimentierfreudiger geworden. Eine meiner Top-Neuentdeckungen ist Moonbrew. Das kakaobasierte Getränk ist verfeinert mit Vitalpilzen, Kurkuma und Chai-Gewürzen oder in der Abendversion mit Sternanis und Ashwagandha. Ich bereite es immer mit Kokosmilch zu, und bis jetzt haben es alle geliebt – sogar die hartgesottenen Kaffeetrinker und Skeptiker gegenüber allem Unbekannten (Pilze im Kakao?!). Ein ideales Getränk für kalte Tage. Mit dem Code REITENUNDYOGA15 bekommst du außerdem 15 % Rabatt auf deinen Einkauf.

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Gua Sha
In der Welt der ganzheitlichen Schönheit und Selbstpflege hat sich Gua Sha als wahres Geheimnis etabliert. Dieses traditionelle chinesische Heilmittel, das aus einem flachen Werkzeug – oft aus Jade oder Rosenquarz – besteht, bietet nicht nur eine wunderbare Möglichkeit, die Haut zu verwöhnen, sondern auch, sein inneres Gleichgewicht zu fördern. Die Anwendung von Gua Sha in Kombination mit einer sanften Gesichtsmassage kann dir helfen, die Durchblutung zu steigern und Verspannungen im Gesicht zu lösen. Die Gua Shas gibt es aus Rosenquarz, grünem Aventurin, weisser Jade, schwarzem Obsidian, Opalith, Amethist und gelbem Calcit.

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Ich hoffe, ich konnte dich mit diesen Ideen etwas inspirieren!

Einen Bonus-Tipp habe ich noch: Wenn du einem kleinen Business eine Freude machen möchtest, bewerte es mit einer 5-Sterne-Bewertung auf Google, Facebook oder Tripadvisor. Ich bin mir sicher, sie werden sich sehr freuen. Sharing is caring!

Frohe Vorweihnachtszeit!

Posted on December 1, 2024 .

Sprachkurs Pferd: Die Bedeutung von Schnauben, Wiehern und Quietschen

Pferde kommunizieren in ihrer eigenen Sprache, die sowohl aus Körpersprache als auch aus verschiedenen Lauten besteht. Diese Kommunikationsformen sind entscheidend, um das Befinden der Tiere zu verstehen und eine harmonische Beziehung zwischen dir und deinem Pferd aufzubauen. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die verschiedenen Laute, die Pferde von sich geben, und was sie bedeuten.

Die Sprache der Pferde: Ein Überblick

Pferde nutzen eine Vielzahl von Kommunikationswegen, um mit ihren Artgenossen und Menschen in Kontakt zu treten. Dazu gehören:

  • Laute

  • Körpersprache

  • Berührungen

  • Gerüche

Die Körpersprache umfasst Mimik, Körperspannung, Haltung und Bewegungen. Berührungen reichen von sanften Stupsen bis hin zu aggressiven Handlungen wie Treten oder Beißen. Auch Pheromone spielen eine Rolle in der Kommunikation.

In diesem Artikel gehen wir auf die Laute von Pferden ein, und was sie bedeuten.

Wiehern: Das bekannteste Geräusch

Das Wiehern ist das am häufigsten mit Pferden assoziierte Geräusch, wird jedoch relativ selten gehört. Es dient hauptsächlich dazu, über weite Distanzen Kontakt zu Artgenossen aufzunehmen oder herauszufinden, ob sich jemand in der Nähe befindet. Oft hört man Pferde wiehern, wenn sie vom Stall weggeritten werden. Dies ist ein Zeichen, das das Pferd nach seinen Freunden im Stall ruft, weil es den Menschen (noch nicht) als hilfreich empfindet und sich alleine fühlt.

Blubbern: Eine freundliche Begrüssung

Das Blubbern ist ein leises, sanftes Geräusch, das oft als Begrüssung verwendet wird. Pferde blubbern, wenn sie einen Freund hören oder dich begrüssen möchten. Besonders beim Füttern ist dieses Geräusch häufig zu vernehmen. Stuten rufen ihre Fohlen durch Blubbern, während Hengste tiefere Blubberlaute verwenden, um auf sich aufmerksam zu machen.

Schnauben: Ausdruck von Aufregung oder Entspannung

Schnauben kann je nach Situation unterschiedliche Bedeutungen haben. Ein lautes Schnauben kann auf potenzielle Gefahr hinweisen, während ein langgezogenes Schnauben Wohlbefinden signalisiert.

Quietschen: Warnung oder Übermut

Das Quietschen ist ein hohes und durchdringendes Geräusch, das häufig bei Ärger oder Übermut eingesetzt wird. Es kann auch als Warnsignal dienen, insbesondere wenn Pferde miteinander interagieren. Oft wird es von einem Stampfen des Vorderbeins begleitet.

Röhren: Drohung und Verunsicherung

Ein kehliges Röhren drückt Verunsicherung oder Verärgerung aus und dient oft dazu, andere einzuschüchtern oder abzuschrecken. Dieses Geräusch kann in verschiedenen Situationen auftreten – sei es gegenüber Artgenossen oder Menschen.

Grunzen und Stöhnen: Anzeichen von Anstrengung oder Unwohlsein

Grunzlaute sind oft ein Zeichen für grosse Anstrengung oder Schmerzen. Sie können beim Landen nach einem Sprung oder bei einer Verletzung auftreten und sollten genau beobachtet werden.

Kommunikation zwischen Mensch und Pferd

Um erfolgreich mit deinem Pferd zu arbeiten, musst du die Sprache der Pferde verstehen und respektieren. Klare Signale ohne Aggressivität sind entscheidend für eine vertrauensvolle Beziehung.

Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass die Laute nur ein kleiner Teil der Kommunikation sind. Die gesamte Kommunikation umfasst viel mehr – einschliesslich Körpersprache, Berührungen und sogar Gerüche – die alle zusammenwirken, um ein vollständiges Bild des Befindens deines Pferdes zu vermitteln. Mehr zu den Bedeutungen der verschiedenen Bewegungen von Pferden und ihrere Körpersprache findest du in diesem Blogpost.

Posted on October 13, 2024 .

Die Körpersprache der Pferde: Was uns Pferde mit ihren Bewegungen sagen

Hast du dich schon mal gefragt, was ein Pferd mit seinen Bewegungen und Haltungen sagen will? In diesem Blogartikel möchte ich dir die gängigsten Bewegungen und ihre Bedeutung näherbringen.

Ohrenbewegungen

Die Ohren sind wie kleine Antennen. Wenn ein Pferd seine Ohren nach vorne richtet, ist das ein klares Zeichen von Interesse oder Neugier. Es will wissen, was um es herum passiert. Aber wenn die Ohren zurückgelegt werden, solltest du aufpassen – denn flach an den Kopf angelegte Ohren können Unbehagen oder sogar Aggression bedeuten. Hier ist es wichtig, auch das Maul zu beobachten. Zeigt das Pferd auch noch seine Zähne, kann die Situation gefährlich werden, denn dies ist eine Droh- und Angriffshaltung.

Kopf- und Nackenhaltung

Der Kopf sagt auch viel aus. Ein erhobener Kopf kann Aufregung oder Aufmerksamkeit bedeuten – meistens hat das Pferd etwas gesehen, zum Beispiel seinen Menschen mit dem Futtereimer oder etwas, von dem es noch nicht genau weiß, was es ist. Ein gesenkter Kopf hingegen zeigt oft Entspannung an.

Schweifbewegungen

Ein ruhiger, manchmal zur Seite wedelnder Schweif deutet auf Entspannung hin. Wenn ein Pferd aber hektisch mit dem Schweif schlägt, ist es nervös oder unruhig oder versucht, Insekten zu vertreiben. Klemmt ein Pferd den Schweif ein, hat es Angst oder ist gestresst.

Bewegungen der Vorderbeine

Stampft ein Pferd mit den Vorderbeinen auf, ist das ein Zeichen von Frustration oder Ungeduld. Man sieht dies oft bei Pferden, die angebunden sind und loswollen, oder wenn sie jemanden sehen, der Futter bringt und sie ungeduldig werden. Haken (das schnelle Anheben und Senken eines Vorderbeins) kann ein Zeichen von Aggression sein; hier solltest du sehr vorsichtig sein. Und wenn es einfach nur entspannt ein Bein hebt? Dann ist alles gut! Das Pferd ist entspannt – das siehst du meistens auch am gesenkten Kopf, einer entspannten Unterlippe und halb geschlossenen Augen.

Bewegungen der Hinterbeine

Die Hinterbeine haben auch ihren eigenen Charakter. Seitliches Treten kann zeigen, dass das Pferd sich unwohl fühlt oder etwas abwehren möchte. Auch hier ist Vorsicht geboten. Meistens legt das Pferd dabei auch die Ohren an, um seinen Unmut auszudrücken. Wie bei einem entlasteten Vorderbein zeigt ein leicht angehobenes und angewinkeltes Hinterbein einen entspannten Zustand des Pferdes an.

Nasenbewegungen

Pferde begrüssen sich durch leichte Berührungen mit der Nase. Sie gewinnen durch das Berühren sowie den Geruch viele Informationen über das andere Pferd oder einen anderen Menschen. Das Pferd möchte wissen, wer da vor ihm steht! Diese kleinen Berührungen sind oft eine Form der sozialen Interaktion und helfen den Pferden, sich besser kennenzulernen. Wenn dein Pferd jedoch den Kopf wegdreht, könnte das Desinteresse oder Ablehnung signalisieren. Ich beobachte dies oft, wenn Menschen versuchen, die Pferde am Kopf anzufassen. Genau wie wir mögen es die meisten Pferde nicht, einfach angefasst zu werden. Halte daher erst einmal deine Hand als lockere Faust dem Pferd entgegen und lass es daran riechen. Wenn du das Pferd berührst, schau gut hin: Dreht es sich weg? Ist das der Fall, respektiere bitte, dass es nicht berührt werden möchte.

Gähnen

Und dann gibt es da noch das Gähnen! Bei uns Menschen denken wir oft an Müdigkeit, aber bei Pferden kann Gähnen auch Entspannung bedeuten oder helfen, Stress abzubauen oder etwas zu verarbeiten.

Die Körpersprache von Pferden ist faszinierend und gibt uns einen Einblick in ihre Gefühle und Bedürfnisse. Indem wir lernen, diese Signale zu deuten, können wir eine noch bessere Verbindung zu Pferden aufbauen. Du wirst merken: Je mehr du Pferde beobachtest, desto mehr fallen dir Bewegungen auf und du lernst sie besser zu deuten. Denn Pferde erzählen viel mit ihrem Körper!

Wenn du dich auch für die Laute von Pferden interessierst, kannst du in diesem Blogbeitrag mehr dazu lesen.

Posted on October 9, 2024 .

Erfolgreich affirmieren: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

In diesem Blogartikel gebe ich dir eine kurze und effektive Anleitung, wie du erfolgreich affirmieren kannst, damit deine Träume Realität werden. In einem früheren Artikel „Wie du deine Neujahrsvorsätze mit richtigem Affirmieren auch umsetzen kannst“ kannst du mehr über den Hintergrund der Affirmationen lesen, was das Bewusstsein und das Unterbewusstsein damit zu tun haben und wie positive oder negative Gedanken unser Leben beeinflussen können.

Hier gebe ich dir eine einfache Anleitung, wie du in 10 Schritten einfach und erfolgreich affirmieren kannst. Denn Affirmationen sind kraftvolle Werkzeuge, die uns helfen, positive Gedanken und Überzeugungen in unserem Leben zu verankern. Sie unterstützen dich nicht nur im Alltag, sondern auch im Umgang mit deinen Tieren.

Wenn du noch nie affirmiert hast oder Inspiration brauchst, habe ich dir 110 Affirmationen zusammengestellt. Diese Affirmationen sind speziell darauf ausgerichtet, verschiedene Aspekte unseres Lebens mit Pferden zu reflektieren: Selbstvertrauen, Körperbewusstsein, Achtsamkeit, Verbindung zum Pferd, Stressbewältigung, Zielsetzung, Flexibilität und Balance, Geduld, Gesundheit und Wohlbefinden, Geld/Finanzen sowie Intuition und Verbindung.

Hier kommst du zu den 110 Affirmationen.

«And so she decided to live the life she’d imagined.»

Anleitung zum effektiven Affirmieren

  1. Wähle deine Affirmationen aus: Beginne mit einer Liste von Affirmationen, die für dich und deine Ziele relevant sind. Du kannst die Affirmationen unten verwenden oder eigene erstellen, die deine Wünsche und Bedürfnisse widerspiegeln.

  2. Formuliere sie positiv: Stelle sicher, dass deine Affirmationen in der Gegenwart formuliert sind und positive Aussagen enthalten. Anstatt zu sagen „Ich werde nicht nervös sein“, sage „Ich fühle mich ruhig und selbstbewusst“.

  3. Wiederhole regelmässig: Integriere das Wiederholen deiner Affirmationen in deinen Alltag. Du kannst sie morgens nach dem Aufstehen, während du im Sattel sitzt oder abends vor dem Schlafengehen wiederholen. Konsistenz ist der Schlüssel!

  4. Visualisiere: Während du deine Affirmationen wiederholst, stelle dir vor, wie es sich anfühlt, diese positiven Aussagen zu leben. Visualisiere die Erfolge und Emotionen, die mit deinen Affirmationen verbunden sind.

  5. Fühle die Emotionen: Verbinde dich emotional mit deinen Affirmationen. Spüre das Vertrauen, die Freude oder den Frieden, den sie hervorrufen. Je mehr du fühlst, desto kraftvoller wird die Wirkung deiner Affirmationen. Affirmiere nicht, wenn du dich nicht gut fühlst. Versuche zuerst, deine Vibration zu erhöhen, zum Beispiel indem du eine schöne Zeit mit deinem Pferd verbringst. Erst danach solltest du affirmieren. Affirmationen wirken am besten bei hohen Schwingungen. Wenn du in einem Zustand von Mangel affirmierst (zum Beispiel: „Ich habe kein Geld, darum möchte ich Geld“), wirst du die Schwingung des Mangels anziehen. Daher gilt: Immer nur mit positiven Vibrationen affirmieren.

  6. Schreibe sie auf: Halte deine Affirmationen schriftlich fest – sei es in einem Tagebuch oder auf Post-its, die du an sichtbaren Orten platzierst. Das visuelle Element kann helfen, sie in deinem Bewusstsein zu verankern.

  7. Sei geduldig und beharrlich: Veränderungen brauchen Zeit. Sei geduldig mit dir selbst und bleibe dran, auch wenn du nicht sofort Ergebnisse siehst. Kontinuierliches Üben wird langfristig positive Veränderungen bewirken.

  8. Integriere sie in dein Leben: Versuche, deine Affirmationen in alltägliche Situationen einzubringen. Wenn du beispielsweise mit deinem Pferd arbeitest, erinnere dich an deine positiven Aussagen und lasse sie dein Handeln leiten.

  9. Feiere kleine Erfolge: Achte auf Fortschritte und feiere kleine Erfolge auf deinem Weg zur Verwirklichung deiner Affirmationen. Dies stärkt dein Selbstvertrauen und motiviert dich weiterzumachen.

  10. Glaube an dich selbst: Der wichtigste Schritt beim Affirmieren ist der Glaube an die Kraft deiner Worte und an dich selbst. Vertraue darauf, dass du in der Lage bist, positive Veränderungen in deinem Leben herbeizuführen.

Posted on September 6, 2024 .

Visualisieren für Reiterinnen: Kraft der Vorstellung

In der Welt des Reitens sind Körper, Geist und Seele eng miteinander verbunden. Oftmals sind es die inneren Bilder und Vorstellungen, die den entscheidenden Unterschied zwischen einem guten und einem grossartigen Erlebnis ausmachen. Visualisierung ist eine Technik, die uns helfen kann, unsere Ziele klarer zu sehen und unsere Fähigkeiten zu verbessern. In diesem Blogpost werden wir erkunden, wie du erfolgreich visualisierst und dies im Zusammenhang mit dem Reiten oder anderen Aktivitäten mit deinem Pferd nutzen kannst, um gemeinsam schöne Erlebnisse zu schaffen.

1. Was ist Visualisierung?

Visualisierung ist eine mentale Technik, bei der du dir bestimmte Szenarien oder Ergebnisse vorstellst, um deine Leistung zu steigern oder deine Ziele zu erreichen. Diese Methode wird häufig von Sportlern genutzt, um ihre Fähigkeiten zu verbessern und sich auf Wettkämpfe vorzubereiten.

Die Wissenschaft hinter der Visualisierung:

Die Forschung zeigt, dass das Gehirn beim Vorstellen einer Handlung ähnliche neuronale Muster aktiviert wie bei der tatsächlichen Ausführung dieser Handlung. Dies bedeutet, dass das Üben in der Vorstellung nicht nur eine Form der Entspannung ist, sondern auch eine effektive Methode zur Verbesserung deiner Fähigkeiten.

  • Neuroplastizität: Das Gehirn hat die Fähigkeit, sich durch Erfahrungen neu zu strukturieren. Wenn du regelmässig visualisierst, stärkst du die neuronalen Verbindungen in deinem Gehirn, die mit den spezifischen Bewegungen oder Techniken verbunden sind. Dies führt dazu, dass diese Bewegungen im realen Leben leichter fallen.

  • Mentale Proben: Studien haben gezeigt, dass Athleten durch mentales Training ihre Leistung signifikant steigern können. Eine Untersuchung ergab beispielsweise, dass Basketballspieler durch das blosse Vorstellen des Wurfes ihre Trefferquote um bis zu 23 % steigern konnten.

  • Stressreduktion: Visualisierung kann auch helfen, Stress abzubauen und Ängste zu reduzieren. Indem du dir positive Szenarien vorstellst – sei es ein erfolgreicher Wettkampf oder ein harmonisches Zusammenspiel mit deinem Pferd – kannst du dein Selbstvertrauen stärken und deine Nervosität verringern.

Beispiele aus dem Sport:

Viele erfolgreiche Athleten nutzen Visualisierung als Teil ihrer Trainingsroutine. Sportler der Olympischen Spiele stellen sich vor ihrem Wettkampf vor, wie sie ihre besten Leistungen abrufen. Diese Technik hilft ihnen nicht nur dabei, sich mental vorzubereiten, sondern auch dabei, ihre Emotionen besser zu steuern.

2. Visualisierung beim Reiten und im Zusammensein mit Pferden.

Durch Visualisierung kannst du alles stärken, was du mit deinem Pferd erreichen möchtest. Ob es ein Turnier oder ein sicherer Ritt im Gelände ist, egal was es ist, Visualisierung wird dir helfen, dies zu erreichen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Visualisierung:

  1. Finde einen ruhigen Ort ohne Ablenkungen.

  2. Schliesse die Augen und atme tief durch (dies aktiviert das parasympathische Nervensystem, in dem du lernen kannst. Wenn du nervös und gestresst bist, befindest du dich im sympathischen Nervensystem, wo Lernen nur sehr schwer möglich ist, wenn überhaupt).

  3. Stelle dir nun mit geschlossenen Augen vor, wie du deine Hände vor deinem inneren Auge siehst. Es ist wichtig, dass du dich nicht von aussen wie in einem Film siehst; vielmehr solltest du das Gefühl haben, direkt in deinem eigenen Körper zu sein und deine Hände so wahrzunehmen, als ob sie tatsächlich vor dir wären.

  4. Stelle dir das harmonische Zusammensein mit deinem Pferd vor – die Verbindung zwischen euch, das Vertrauen und die Freude, die ihr miteinander teilt. Wenn du Schwierigkeiten in einem bestimmten Bereich hast, visualisiere, wie es sich anfühlt, wenn diese Probleme nicht mehr bestehen. Sieh dir an, wie ihr beide in perfekter Harmonie agiert und jede Bewegung mühelos und intuitiv erfolgt.

  5. Alle Sinne einbeziehen: Versuche nicht nur das Bild vor deinem inneren Auge zu sehen; höre die Geräusche um dich herum (z.B. das Schnauben deines Pferdes oder das Geräusch der Hufe auf dem Boden), fühle den Wind auf deiner Haut und rieche die frische Luft oder den Duft des Stalls.

  6. Verankere diese Vorstellung mit positiven Affirmationen wie „Ich bin ruhig und konzentriert.“

Visualisieren ist ein kraftvolles Werkzeug für alle Reiterinnen, das uns hilft, unsere Ziele klarer zu definieren und unsere Fähigkeiten zu verbessern. Indem wir regelmässig visualisieren – insbesondere indem wir alle Sinne einbeziehen –, können wir nicht nur unsere Leistungen steigern, sondern auch mehr Achtsamkeit in unser Leben bringen.

Hast du bereits Erfahrungen mit Visualisierung gemacht? Gerne kannst du deine Gedanken in den Kommentaren unten mit uns teilen.

Posted on August 27, 2024 .

Von Glimmern und Glück: Wie der Kontakt zu Tieren unser Leben bereichert

In unserer hektischen Welt, in der Stress und negative Gedanken oft die Oberhand gewinnen, ist es wichtig, die kleinen Dinge zu schätzen, die uns Freude bringen. Hier kommen die „Glimmer“ ins Spiel – das sind diese kleinen, positiven Momente oder Erlebnisse, die dein Wohlbefinden steigern können. Besonders wenn du mit Tieren und Pferden lebst oder arbeitest, können diese Glimmer eine wertvolle Quelle der Freude sein.

Was sind Glimmer?

Glimmer sind diese kleinen Lichtblicke im Alltag, die dir ein Gefühl von Glück und Sicherheit geben. Sie helfen dir, den Fokus von negativen Erfahrungen abzulenken. Während Trigger oft unangenehme Erinnerungen hervorrufen, fördern Glimmer dein emotionales Wohlbefinden.

Beispiele für Glimmer im Umgang mit Tieren

  1. Verbindung zu deinem Pferdes: Wenn dein Pferd dich mit seinen schönen Augen ansieht und sanft wiehert, ist das ein wunderbarer Glimmer-Moment. Diese Verbindung zwischen dir und deinem Tier kann ein tiefes Gefühl von Freude auslösen.

  2. Gemeinsame Zeit in der Natur: Ein Spaziergang mit deinem Hund im Park oder ein Ausritt durch den Wald kann unglaublich beruhigend sein. Die frische Luft und die Geräusche der Natur schaffen eine positive Atmosphäre.

  3. Kuscheln mit deinem Haustier: Das Streicheln deiner Katze oder das Kuscheln mit deinem Hund kann sofortige Glücksgefühle hervorrufen. Diese einfachen Momente des Kontakts tun nicht nur deinem Tier gut, sondern auch dir!

  4. Erfolge im Training: Ob dein Hund einen neuen Trick lernt oder du Fortschritte beim Reiten machst – kleine Erfolge im Training sind grosse Glimmer-Momente! Sie stärken das Vertrauen zwischen dir und deinem Tier.

  5. Die Freude an der Pflege: Das Putzen deines Pferdes oder das Baden deines Hundes kann eine meditative Erfahrung sein. Die ruhigen Bewegungen und die Zuneigung zu deinem Tier schaffen eine entspannte Atmosphäre.

  6. Tierische Freundschaften beobachten: Schau dir an, wie deine Tiere miteinander interagieren – sei es beim Spielen oder beim Entspannen. Diese Szenen sind herzerwärmend und vermitteln ein Gefühl von Gemeinschaft.

  7. Naturverbundenheit durch Tiere: Der Kontakt zu Tieren fördert oft auch eine tiefere Verbindung zur Natur. Beobachte Vögel während eines Ausritts oder entdecke neue Wege beim Spazierengehen – all das sind inspirierende Glimmer-Momente!

Forschung zu Glimmer

Glimmer sind nicht nur etwas für den Alltag; sie haben auch wissenschaftliche Grundlagen in der Psychologie. In den letzten Jahren hat sich das Interesse an positiven Emotionen verstärkt und wie sie unser Wohlbefinden beeinflussen können.

Die Positive Psychologie ist ein Forschungsfeld, das sich auf die Stärkung des menschlichen Wohlbefindens konzentriert. Sie untersucht nicht nur die Ursachen von psychischen Erkrankungen, sondern auch Faktoren, die zu einem erfüllten Leben beitragen können. Ein zentrales Konzept dieser Disziplin ist die „Broaden-and-Build“-Theorie von Barbara Fredrickson. Diese Theorie besagt, dass positive Emotionen unsere Perspektive erweitern (broaden) und Ressourcen aufbauen (build), die uns helfen, besser mit Stress umzugehen.

Positive Emotionen fördern Kreativität, soziale Bindungen und Resilienz gegenüber Herausforderungen. Wenn du regelmässig Glimmer erlebst – sei es durch Interaktionen mit Tieren oder andere erfreuliche Erlebnisse – trägst du aktiv zu deinem emotionalen Wohlbefinden bei.

Tiere und emotionales Wohlbefinden

Zahlreiche Studien belegen die positiven Auswirkungen von Tieren auf unser psychisches Wohlbefinden. Der Kontakt zu Tieren kann Stress reduzieren, Ängste lindern und sogar depressive Symptome verringern. Eine Studie aus dem Jahr 2016 hat gezeigt, dass Hundebesitzer weniger Stress empfinden und eine höhere Lebenszufriedenheit berichten als Menschen ohne Hunde.

Ausserdem haben Forschungen gezeigt, dass Tiere beruhigend wirken können. Die Anwesenheit eines Haustiers senkt den Cortisolspiegel (ein Stresshormon) und erhöht gleichzeitig die Produktion von Oxytocin – dem „Kuschelhormon“. Diese biochemischen Reaktionen tragen dazu bei, dass wir mehr Glimmer-Momente erleben können.

Wie du mehr Glimmer in deinen Alltag integrierst

Um mehr Glimmer in dein Leben zu bringen – besonders im Umgang mit deinen Tieren – probiere Folgendes aus:

  • Achtsamkeit üben: Nimm dir Zeit für die kleinen Dinge – sei es das Zusammensein mit deinem Tier oder die Schönheit deiner Umgebung.

  • Tägliche Rituale schaffen: Plane regelmässige Zeiten für positive Interaktionen mit deinen Tieren oder generell mit Tieren in deinen Alltag ein.

  • Dankbarkeit praktizieren: Führe ein Dankbarkeitstagebuch, in dem du festhältst, was dir Freude bereitet hat.

Glimmer sind wichtige Bestandteile unseres emotionalen Wohlbefindens und spielen besonders im Umgang mit Tieren eine bedeutende Rolle. Die Forschung zeigt klar, dass positive Erfahrungen – insbesondere im Umgang mit unseren vierbeinigen Freunden – tiefgreifende Auswirkungen auf unsere psychische Gesundheit haben können.

Nutze die Zeit mit deinen Tieren nicht nur als Quelle der Freude sondern auch als Möglichkeit zur Selbstreflexion und zum Aufbau positiver Emotionen. Jeder Glimmer zählt!

Posted on August 20, 2024 .

Wie Achtsamkeit die Beziehung zu deinem Pferd vertiefen kann

In der heutigen schnelllebigen Welt suchst du vielleicht nach Wegen, um dich mit der Natur und dir selbst zu verbinden. Pferde sind nicht nur majestätische Tiere, sondern auch wunderbare Partner, die dir viel über Achtsamkeit und Empathie lehren können. In diesem Artikel wirst du erkunden, wie du durch Achtsamkeit – ein zentraler Aspekt des Yoga – eine tiefere Beziehung zu diesen Tieren aufbauen kannst.

Die Bedeutung von Achtsamkeit im Umgang mit Pferden

Achtsamkeit bedeutet, im gegenwärtigen Moment präsent zu sein und deine eigenen Gedanken, Gefühle und Sinneseindrücke bewusst wahrzunehmen. Im Umgang mit deinem Pferd spielt Achtsamkeit eine entscheidende Rolle, da sie dir hilft, die feinen Signale und Körpersprache deines Tieres besser zu verstehen. Wenn du achtsam bist, kannst du die Emotionen und Bedürfnisse deines Pferdes erkennen und darauf reagieren, was zu einer harmonischeren Beziehung führt.

Eine achtsame Haltung fördert auch das Vertrauen zwischen dir und deinem Pferd. Indem du dich auf den Moment konzentrierst und Ablenkungen minimierst, schaffst du eine sichere Umgebung für dein Tier. Du kannst dies durch Atemübungen oder Meditation erreichen, bevor du mit dem Training oder der Pflege beginnst. Diese Momente der Ruhe helfen nicht nur dir, sondern auch deinem Pferd, sich zu entspannen und sich auf eure gemeinsame Zeit zu konzentrieren.

Darüber hinaus hilft dir Achtsamkeit dabei, deine eigenen Emotionen zu regulieren. Pferde sind äusserst sensibel gegenüber den Gefühlen ihrer Menschen; wenn du gestresst oder unruhig bist, kann sich dies negativ auf das Verhalten deines Pferdes auswirken. Durch regelmässige Achtsamkeitsübungen kannst du deine innere Ruhe stärken und somit auch die Interaktion mit deinem Pferd positiv beeinflussen.

Insgesamt trägt Achtsamkeit dazu bei, eine tiefere Verbindung zu deinem Pferd aufzubauen, indem sie dir lehrt, aufmerksam zuzuhören und empathisch zu handeln. So wird der Umgang mit deinem Tier nicht nur effektiver, sondern auch erfüllender für euch beide.

Die emotionale Intelligenz von Pferden

Pferde besitzen eine bemerkenswerte emotionale Intelligenz, die es ihnen ermöglicht, ihre Umgebung und die Menschen um sie herum genau wahrzunehmen. Sie sind äusserst sensibel für nonverbale Signale und können deine Emotionen oft besser erkennen als du denkst. Diese Fähigkeit ist entscheidend für ihr Überleben in der Natur; sie müssen auf subtile Veränderungen in der Körpersprache anderer Tiere oder Menschen reagieren.

Wenn du mit deinem Pferd arbeitest, ist es wichtig zu verstehen, dass es deine Stimmung widerspiegelt. Wenn du gestresst oder ängstlich bist, wird dein Pferd dies wahrscheinlich spüren und ebenfalls unruhig werden. Umgekehrt kann eine ruhige Ausstrahlung dazu führen, dass sich dein Pferd sicherer fühlt und besser auf dich reagiert.

Emotionale Intelligenz zeigt sich auch in der Fähigkeit von Pferden zur Empathie. Sie können die Gefühle anderer Pferde erkennen und darauf reagieren. Wenn ein anderes Pferd Angst hat oder verletzt ist, zeigen viele von ihnen Mitgefühl und versuchen je nach Situation Trost zu spenden oder Abstand zu halten. Diese sozialen Fähigkeiten sind nicht nur wichtig für das Zusammenleben in Herden; sie sind auch entscheidend für eure Interaktion.

Um die emotionale Intelligenz deines Pferdes weiter zu fördern, solltest du regelmässig Zeit mit ihm verbringen und auf seine Körpersprache achten. Achte darauf, wie es auf deine Stimmungen reagiert und versuche stets eine positive Atmosphäre zu schaffen. Indem du einfühlsam auf die Bedürfnisse deines Pferdes eingehst und ihm Sicherheit gibst, stärkst du eure Bindung und förderst sein emotionales Wohlbefinden.

Praktische Tipps zum Beziehungsaufbau mit deinem Pferd

Um die Beziehung zu deinem Pferd zu vertiefen, gibt es verschiedene Übungen und Techniken:

1. Bodenarbeit

Bodenarbeit ist eine hervorragende Möglichkeit, das Vertrauen zwischen euch beiden zu stärken. Bei dieser Art der Arbeit nutzt du deine Körpersprache als Kommunikationsmittel. Beginne z.B. mit den 7 Spielen nach Pat Parelli. Diese Art der Arbeit fördert nicht nur das Vertrauen zueinander; sie hilft dir auch dabei, ein besseres Gespür für die Emotionen deines Pferdes zu entwickeln.

2. Yoga-Techniken

Yoga-Techniken können dir helfen, Ruhe auszustrahlen – sowohl für dich als auch für dein Pferd. Atemübungen aus dem Yoga sind besonders effektiv zur Förderung deiner inneren Balance. Nimm dir vor dem Training einige Minuten Zeit zum tiefen Durchatmen; wenn du ruhig bist, wird sich dies positiv auf dein Tier auswirken.

3. Zeit miteinander verbringen

Verbringe regelmässig Zeit mit deinem Pferd ohne Druck oder spezifische Ziele – sei es beim Putzen oder einfach beim Sitzen im Stall. Nutze diese Momente zur Vertiefung eurer Beziehung; beobachte dein Tier aufmerksam und achte auf seine Reaktionen. Indem du ihm zeigst, dass du für ihn da bist und seine Bedürfnisse respektierst, stärkst du das Vertrauen zwischen euch.

4. Regelmässige Reflexion

Nimm dir nach jeder Trainingseinheit Zeit zur Reflexion: Was lief gut? Wo gab es Missverständnisse? Frage dich selbst: Wie hast du dich gefühlt? Wie hat dein Pferd reagiert? Diese Selbstreflexion hilft dir dabei, bewusster auf die Bedürfnisse deines Tieres einzugehen.

Indem du diese praktischen Tipps in deinen Alltag integrierst, kannst du eure Beziehung erheblich verbessern – sowohl im Stall als auch darüber hinaus.

Eine harmonische Verbindung schaffen

„Die beste Art einen Freund zu finden ist ihn selbst zu sein.“ Diese Weisheit gilt nicht nur für menschliche Freundschaften; sie spiegelt auch die besondere Beziehung wider, die wir mit unseren Tieren entwickeln können – eine Beziehung geprägt von gegenseitigem Verständnis und Zuneigung.

 

Weiterführende Ressourcen

Wenn dich das Thema interessiert, kann ich dir folgendes empfehlen

  • 3 tägiger Kurs Ende August  «Pferde verstehen» von Horsemanship Trainerin Ilena Forster und mir > hier findest du einen Blogpost von uns über den Kurs

  • Buch von «Horse Brain Human Brain» von Janet L. Jones (Taschenbuch oder Kindl)

  • Bücher von Mark Rashid

Posted on August 13, 2024 .

9 Regeln für einen einfacheren Tag

Steter Tropfen höhlt den Stein. Seit ca. 20 Jahren lese ich diesen Text einmal monatlich. Es geht darin darum, wie man seinen Tag vereinfachen kann. Der Text stammt ursprünglich von Leo Babauta von Zenhabits. Heute lese ich nicht mehr so viel von ihm, aber früher waren seine Texte und Ansichten sehr prägend und wegweisend für mich. Besonders dieser Text über 9 Regeln, wie man seinen Tag vereinfachen kann.

Als ich heute den Text gelesen habe, dachte ich, ich übersetze ihn für dich ins Deutsche und teile ihn mit dir. Unser Leben wird immer komplexer, dabei liegt die Schönheit in der Einfachheit. Viel Spass beim Lesen!

Wissen, was wichtig ist. Die einfache Version der Vereinfachung lautet: „Identifiziere, was wichtig ist, und eliminiere den Rest.“ Nimm dir also Zeit, um die wichtigsten Dinge in deinem Leben zu identifizieren und schaue dann, welche Aktivitäten, Aufgaben, Projekte, Meetings und Verpflichtungen in diese Liste passen. Nimm dir auch jeden Tag Zeit, um 1-3 wichtigste Aufgaben (MITs = Most Important Tasks) zu identifizieren, entweder zu Beginn deines Tages oder am Abend zuvor für den nächsten Tag.

Visualisiere deinen perfekten Tag. Das ist nicht so sehr, weil dieser „perfekte Tag“ wahr werden wird, sondern um zu verstehen, was ein einfacher Tag für dich bedeutet. Es ist für jede Person anders – für mich könnte es bedeuten, etwas zu meditieren und zu schreiben sowie Zeit mit meiner Frau und meinen Kindern zu verbringen. Für andere bedeutet es Yoga und Malen sowie ein heisses Bad. Für wieder andere ist es Zeit, sich auf die wichtigen Arbeiten zu konzentrieren und dennoch später am Tag andere Dinge zu erledigen. Nimm dir einen Moment Zeit, um zu visualisieren, was das für dich bedeutet.

Sag Nein zu zusätzlichen Verpflichtungen. Jetzt, da du identifiziert hast, was wichtig ist und was dein „perfekter Tag“ ist, musst du anfangen „Nein“ zu Dingen zu sagen, die nicht auf deiner wichtigen Liste stehen und die deinem perfekten Tag im Weg stehen. Das Grösste, dem du Nein sagen kannst, ist eine Verpflichtung – Mitgliedschaft in einem Ausschuss, Beteiligung an einem Projekt, Coaching oder Teilnahme an einem Team, Besuch einer Veranstaltung oder Partnerschaft in einem Unternehmen usw. Liste deine Verpflichtungen (beruflich, bürgerschaftlich und persönlich) auf und sage mindestens einer davon ab. Es braucht nur einen Anruf oder eine E-Mail.

Begrenze Aufgaben. Listet jeden Morgen deine 1-3 wichtigsten Aufgaben auf. Liste andere Aufgaben auf, die du gerne erledigen würdest. Sage einigen von ihnen ab. Sieh nach, ob du deine Liste auf 5-7 Aufgaben pro Tag begrenzen kannst (kleine Dinge zählen nicht dazu). Die Begrenzung deiner Aufgaben hilft dir dabei fokussiert zu bleiben und anerkennt, dass du nicht alles an einem Tag erledigen kannst.

Schaffe ungestörte Zeiten. Wann wirst du deine wichtigsten Arbeiten erledigen? Plane dafür einen Block Zeit ein (1 Stunde, 2 Stunden, 4 Stunden – was auch immer für dich funktioniert). Mach dies zu deinem heiligsten Termin. Werde unerreichbar. Schliesse das Internet und alle Benachrichtigungen aus; halte alle Anrufe zurück. Erledige einfach die wichtigste Aufgabe und dann die nächste, wenn du Zeit hast.

Verlangsame dich. Wir hetzen durch unsere Tage in einem ständigen, hektischen Tempo, das von Angst geprägt ist und kaum Pausen zulässt. Stattdessen verlangsame dich. Das Leben wird nicht zusammenbrechen, wenn du nicht von Aufgabe zu Aufgabe oder von E-Mail zu E-Mail hetzt. Du kannst innehalten, einen Moment reflektieren, lächeln und die aktuelle Aufgabe geniessen bevor du weitermachst.

Achte bewusst auf eine Aufgabe nach der anderen. Höre mit dem Multitasking auf. Eine Aufgabe nach der anderen mit voller Konzentration auf diese Aufgabe. Übe Achtsamkeit während du die Aufgabe machst – es ist eine Form der Meditation. Beobachte deine Gedanken abschweifen zu dem, was du später tun musst; kehre dann zur aktuellen Aufgabe zurück. Dein Tag wird viel einfacher und angenehmer sein, wenn du übst im Hier und Jetzt bei deiner aktuellen Aufgabe präsent zu sein.

Fasse kleinere Aufgaben zusammen und lass sie los. E-Mails, Papierkram und kleine Dinge am Ende deiner Aufgabenliste (erstelle einen Abschnitt „kleine Aufgaben“ am Ende), kleinere Telefonanrufe usw.… diese sollten deinen wichtigen Aufgaben nicht im Weg stehen. Aber sie müssen trotzdem irgendwann erledigt werden (es sei denn du kannst sie loslassen; das ist immer am besten). Wenn du sie erledigen musst, fasse sie zusammen und mache sie in einem Rutsch fertig. Es ist am besten diese später am Tag zu erledigen wenn deine Energie niedriger ist und du die wichtigen Aufgaben des Tages bereits gemacht hast. Lass nicht zu dass kleine Aufgaben den grossen im Weg stehen.

Wenn du eine Gruppe kleiner Aufgaben (einschliesslich der Bearbeitung von E-Mails) erledigt hast; lass sie los und geh raus. Du willst das nicht den ganzen Tag oder sogar einen halben Tag lang machen.

Schaffe Raum dazwischen. Wir quetschen unsere Aufgaben und Meetings zusammen und lassen keinen Raum zwischen ihnen. Der Raum zwischen den Dingen ist genauso wichtig wie die Dinge selbst. Lass ein wenig Raum zwischen Meetings oder sogar zwischen Aufgaben frei. Mach eine Pause zum Dehnen; geh herum; hol dir ein Glas Wasser; vielleicht machst du ein einfaches Atemmeditationsübungen für ein oder zwei Minuten. Geniesse den Raum.

Posted on August 7, 2024 .

Die Macht der Gedanken: Wie sie unser Leben und den Umgang mit unserem Pferd lenken

In einer Welt, die oft von Hektik und Ablenkungen geprägt ist, wird die Bedeutung deiner Gedanken häufig unterschätzt. Doch was du denkst, hat einen tiefgreifenden Einfluss auf deine Emotionen, Entscheidungen und letztlich auf dein gesamtes Leben. Der Satz „Was deinen Geist beschäftigt, kontrolliert dein Leben“ bringt diese Wahrheit auf den Punkt und lädt dich ein, über die Macht deiner Gedanken nachzudenken.

Die Verbindung zwischen Gedanken und Realität

Deine Gedanken sind nicht nur flüchtige Ideen; sie formen deine Wahrnehmung der Welt. Wenn du ständig negative Gedanken hegst oder dich mit Selbstzweifeln plagst, beeinflusst das deine Stimmung und dein Verhalten. Studien zeigen, dass eine positive Denkweise nicht nur dein emotionales Wohlbefinden steigert, sondern auch deine körperliche Gesundheit fördern kann. Menschen, die optimistisch sind, neigen dazu, gesündere Lebensentscheidungen zu treffen und besser mit Stress umzugehen.

Im Umgang mit Pferden zeigt sich diese Verbindung besonders deutlich. Wenn du an deine Fähigkeiten glaubst und positiv denkst, wirst du oft entspannter und selbstbewusster im Umgang mit deinem Pferd sein. Diese positive Einstellung überträgt sich auf das Tier: Pferde sind äusserst sensible Wesen und nehmen die Emotionen ihrer Reiter wahr. Ein nervöser oder ängstlicher Reiter kann dazu führen, dass das Pferd ebenfalls unruhig wird oder sich unsicher fühlt.

Achtsamkeit als Schlüssel zur Kontrolle

Um die Kontrolle über dein Leben zurückzugewinnen, ist es wichtig, achtsam mit deinen Gedanken umzugehen. Achtsamkeit bedeutet, im Moment präsent zu sein und deine Gedanken ohne Urteil zu beobachten. Durch Praktiken wie Meditation oder bewusstes Atmen kannst du lernen, negative Denkmuster zu erkennen und sie durch positive Affirmationen oder Gedanken zu ersetzen. Diese Techniken helfen dir nicht nur dabei, Stress abzubauen, sondern ermöglichen es dir auch, bewusster Entscheidungen zu treffen.

Im Umgang mit deinem Pferd ist Achtsamkeit besonders wichtig. Hier geht es darum, eine vertrauensvolle Beziehung zum Pferd aufzubauen und dessen Körpersprache und andere Zeichen zu verstehen. Indem du dir vor der Zeit im Stall einige Minuten nimmst, um deinen Geist zu beruhigen und dich auf das Pferd einzustellen, kannst du eine harmonische Verbindung schaffen. Anstatt dich von Sorgen über bevorstehende Herausforderungen ablenken zu lassen, kannst du durch Atemübungen oder Visualisierungstechniken deine Konzentration stärken.

Die Kraft der positiven Affirmationen

Positive Affirmationen sind ein weiteres mächtiges Werkzeug zur Beeinflussung deiner Gedanken. Indem du regelmässig positive Aussagen über dich selbst wiederholst – wie „Ich kann das“ oder „Ich verdiene Glück“ – kannst du dein Selbstbild verändern und dein Unterbewusstsein neu programmieren. Diese kleinen Veränderungen in deinem Denken können grosse Auswirkungen auf dein Verhalten und deine Lebensqualität haben.

Im Bezug auf dein Pferd könnte eine Affirmation lauten: „Ich vertraue meinem Pferd“ oder „Wir arbeiten als Team zusammen“. Solche positiven Botschaften helfen dir nicht nur dabei, Selbstvertrauen aufzubauen; sie fördern auch das Vertrauen zwischen Mensch und Tier. Wenn du an deine Fähigkeiten glaubst und positiv denkst, wird dies oft vom Pferd gespiegelt – was zu einer besseren Zusammenarbeit führt.

Es ist hilfreich, eine Liste von Affirmationen zu erstellen und diese täglich laut auszusprechen oder aufzuschreiben. Je mehr du diese positiven Botschaften internalisierst, desto mehr werden sie Teil deines Denkens. Im Stall könntest du visuelle Erinnerungen wie Post-its an Orten anbringen – etwa im Sattelschrank oder in der Putzkiste – um dich ständig an deine positiven Affirmationen zu erinnern.

Gemeinschaft und Unterstützung

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Umgebung, in der du dich bewegst. Menschen um dich herum können deine Gedanken stark beeinflussen. Eine unterstützende Gemeinschaft kann helfen, positive Denkmuster zu fördern und negative Einflüsse abzumildern. Es ist wichtig, Beziehungen zu pflegen, die dich ermutigen und inspirieren. Und solche zu meiden, die dir nicht gut tun.

Eine Trainerin kann hier wertvolle Unterstützung bieten. Sie hilft dir nicht nur dabei, technische Fähigkeiten im Umgang mit dem Pferd zu verbessern; sie vermittelt auch mentale Strategien zur Förderung einer positiven Denkweise sowie zur Stärkung des Vertrauens zwischen Mensch und Tier.

Dankbarkeit als transformative Kraft

Ein weiterer wichtiger Aspekt im Umgang mit deinen Gedanken ist Dankbarkeit. Dankbarkeit hat sich als kraftvolles Mittel erwiesen, um den Fokus von negativen auf positive Gedanken zu lenken. Indem du regelmässig innehältst und für die Dinge dankst, die du hast – sei es dein Pferd, die Zeit im Stall oder die Natur während eines Ausritts –, kannst du deine Perspektive verändern.

Das kann zum Beispiel bedeuten nach einem Ausritt innezuhalten und nachzudenken, was schön war: „Ich bin dankbar für die Zeit mit meinem Pferd“ oder „Ich schätze die schönen Momente in der Natur.“ Diese Praxis fördert nicht nur ein positives Mindset; sie stärkt auch die Bindung zwischen Mensch und Tier. Wenn du dankbar bist für die kleinen Dinge im Leben – wie das Lächeln einer Freundin im Stall oder das Vertrauen deines Pferdes –, erlebst du mehr Freude in deinem Alltag.

Eine Möglichkeit, Dankbarkeit aktiv in deinen Alltag einzubringen, besteht darin, ein Dankbarkeitstagebuch zu führen. Hier kannst du jeden Tag einige Dinge notieren, für die du dankbar bist – sei es ein erfolgreicher Trainingstag oder einfach nur der Genuss eines ruhigen Moments mit deinem Pferd beim Putzen.

Die Rolle von Selbstreflexion

Selbstreflexion spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle im Prozess der Gedankenkontrolle. Indem du regelmässig innehältst und über deine Gedanken nachdenkst – sei es durch Journaling oder einfaches Nachdenken – kannst du Muster erkennen und herausfinden, welche Denkmuster dich voranbringen oder zurückhalten.

Das kann z.B. bedeuten nach einem Ausritt darüber nachzudenken: „Was lief gut? Was könnte ich beim nächsten Mal anders machen?“ Diese Reflexion ermöglicht es dir auch hier wieder dankbar für das Positive in deinem Leben zu sein und Dinge zu ändern, die dich nicht weiter bringen. Versuche hier, wohlwollend zu denken und nich darüber zu brüten, was nicht gut lief.

Fange noch heute an, diese Schritte umzusetzten

Die Macht der Gedanken ist unbestreitbar. Indem du lernst, deine Denkmuster bewusst zu steuern und Achtsamkeit in deinen Alltag zu integrieren – sowohl im persönlichen Leben als auch im Umgang mit deinem Pferd –, kannst du die Kontrolle über dein Leben (zurück)gewinnen.

Beginne noch heute damit! Setze dir kleine Ziele für deine tägliche Achtsamkeitspraxis im Stall oder beim Training mit deinem Pferd; nutze positive Affirmationen während deiner Einheiten; reflektiere nach jedem Ausritt über deine Fortschritte sowie Herausforderungen. Beobachte die Veränderungen in deinem Denken sowie in deinem emotionalen Zustand – sowohl für dich als auch für dein Pferd – und erlebe selbst die transformative Kraft deiner eigenen Gedanken!

 

Posted on August 3, 2024 .

Pferde verstehen

Was wir von, mit und für Pferde lernen können

Pferde faszinieren Menschen seit jeher. Ihre Schönheit, Geschwindigkeit und Anmut ziehen uns an. Der Hauptgrund liegt in ihrer Natürlichkeit. Selbst zahme Pferde behalten ihre Fluchtinstinkte, sind verbunden mit ihren Sinnen und leben im Hier und Jetzt – Fähigkeiten, die viele von uns verloren haben und nun mit ihrer Hilfe wieder bewusster wahrnehmen können.

“Natural Horsemanship” könnte man übersetzen mit “natürlichen Umgang mit Pferden”. Dies bedeutet, ihre Natur zu berücksichtigen: Pferde sind Fluchttiere, leben in Herden, sind sozial und kommunizieren über Körpersprache. Um eine positive Beziehung aufzubauen, müssen wir ihre Bedürfnisse verstehen und bereit sein, an uns selbst zu arbeiten, um ihnen gerecht werden zu können.

Dazu müssen wir die Fähigkeit entwickeln, uns in die Lage des Gegenübers zu versetzen und seine Psycholgie zu verstehen. Pferde sind ständig aufmerksam und fliehen bei Gefahr. Ihre Herde bietet Sicherheit und befriedigt soziale Bedürfnisse. In der zivilisierten Welt fehlt vielen Pferden dieser natürliche Lebensraum, weshalb es so wichtig ist, dass wir ihnen mit einem natürlichen Ansatz einen Teil davon wieder “zurückgeben”.

Auch sollten wir uns bewusst sein, dass Pferde von drei Hauptinstinken “gesteuert” werden und diesen den Umgang erschweren können: 1. Ständige Aufmerksamkeit für Gefahr, 2. Flucht bei Gefahr, 3. Herdendrang.

Wir Menschen als “Leittiere” müssen nun lernen, Pferden zu helfen, ihre kommunikative Gehirnhälfte zu nutzen. Die ständige Aufmerksamkeit für Gefahr wird zu Aufmerksamkeit für Kommunikation. Die Energie für die Flucht wird kontrollierbar und zu „Impulsion“ – kontrollierte Energie und der Herdendrang wird zum Drang zu uns (wir bieten dem Pferd Herdenersatz). Nur so können Pferd und Mensch miteinander partnerschaftlich unterwegs sein.

Um dies zu erreichen, sollte man sich ebenfalls über die vier Bedürfnisse von Pferden im Klaren sein:

  1. Sicherheit: Als Fluchttiere brauchen Pferde ständige Sicherheit. Wir müssen mental, emotional und physisch fit sein, um ihnen diese zu bieten.

  2. Komfort: Pferde suchen Schutz vor Hitze, Wind und Erholung nach Anstrengung. Wir müssen eine Balance zwischen Arbeit und Ruhe finden.

  3. Soziale Bedürfnisse: Pferde brauchen Austausch, Spielen und Fellpflege. Die gemeinsame Zeit sollte abwechslungsreich und spielerisch sein.

  4. Futter: Pferde fressen nur, wenn sie sich sicher fühlen. Futter als Belohnung kann unterstützen, sollte aber nicht die Grundlage der Partnerschaft sein.


Zusammengefasst erfordert ein natürlicher Umgang mit Pferden Respekt und Verständnis ihrer Bedürfnisse. Indem wir an uns selbst arbeiten und partnerschaftliche Kommunikation entwickeln, schaffen wir eine tiefe und erfüllende Beziehung zu unseren Pferden. Respekt, Vertrauen und Leadership sind dafür die Grundpfeiler. Die sieben Spiele des Natural Horsemanship bilden die Basis für eine gemeinsame Sprache. 

In unserem Kurs «Pferde verstehen» lernen die Teilnehmer diese Basis in Theorie, Simulationen und Praxis und bekommen so eine gute Grundlage für den natürlichen Umgang mit Pferden.

 

Innere Blockaden lösen mit Emotional Freedom Technique

Doch das Wissen allein reicht oft nicht aus. Kennst du das Phänomen, dass du zwar etwas weisst, aber es dennoch nicht tust oder nicht umsetzen kannst?

Die Diskrepanz zwischen deinem Wissen und deinem Handeln ist ein faszinierendes Phänomen, das oft unbewusst abläuft. Es ist, als ob du von einem unsichtbaren Gummiband zurückgehalten wirst, welches dich daran hindert, das zu tun, wovon du weisst, dass du es eigentlich tun solltest. Ein anschauliches Beispiel dafür ist der Moment, in dem du entscheidest, weniger Schokolade zu essen, um deinen Zuckerkonsum zu reduzieren, aber sobald die Packung geöffnet ist, scheint dieser Vorsatz wie weggeblasen zu sein.

In ähnlicher Weise kannst du auch im Natural Horsemanship Kurs auf alte Glaubenssätze stossen, die dich davon abhalten, neue Fähigkeiten zu erlernen. Oft hört man Sätze wie "das ist zu kompliziert" oder "das kann ich mir nicht merken", die auf tief verwurzelten Überzeugungen beruhen. Diese inneren Blockaden können durch die Anwendung der Emotional Freedom Technique (EFT) gelöst werden.

EFT basiert auf der Meridianlehre der Traditionellen Chinesischen Medizin und kombiniert diese mit Erkenntnissen aus der westlichen Psychologie. Dabei klopfst du mit deinen Fingern auf bestimmte Punkte am Körper und durch gezielte Fragestellungen können limitierende Glaubenssätze abgeschwächt oder sogar aufgelöst werden. Dies ermöglicht es dir nicht nur, mehr vom Kursinhalt aufzunehmen und umzusetzen, sondern auch im Alltag besser mit belastenden Themen umzugehen. Die EFT-Technik bietet dir somit eine Möglichkeit, dich von alten Mustern und Blockaden zu befreien und eine innere Freiheit zu erlangen. Indem du diese Technik erlernst und anwendest, kannst du nicht nur deine persönliche Entwicklung vorantreiben, sondern auch eine tiefere Verbindung zu deinem Pferd aufbauen.

 

Posted on July 17, 2024 .

Checkliste für die Auswahl von Reiten & Yoga Retreats

Reiten & Yoga boomt, und ich sehe immer wieder neue Angebote aus dem Boden schiessen. Generell finde ich den Trend gut, da er zeigt, dass Menschen in ihrer Freizeit sinnvolle Aktivitäten suchen. In den letzten 11 Jahren, in denen ich Retreats anbiete, habe ich viel gelernt, was einen Retreat zu einem schönen Erlebnis für alle macht. Und das möchte ich gerne mit dir teilen, damit du deine Urlaubstage nicht verschwendest.

Auf was solltest du also bei einem Reiten und Yoga Urlaub Angebot achten?

  1. Wer organisiert den Retreat?

    Hat die Person Ahnung von Yoga und Pferden? Was ich oft sehe ist, dass jemand einfach beides zusammenwürfelt ohne grosse Berührungspunkte. Ein Reitstall springt z.B. auf den Trend auf und organisiert eine Yogalehrerin. Diese hat weder Ahnung von Pferden noch vom Reiten. Da geht einfach ganz viel verloren. Klar, Yoga - mit einigen Ausnahmen - ist selten verkehrt, und hilft meistens auch irgendwie. Aber dass es für dich als Reiterin Sinn macht, braucht es mehr. Ich würde hier darauf achten, dass die Yogastunden aufs Reiten ausgerichtet sind, bzw. die Person die Yoga unterrichtet, selber auch Ahnung von den körperlichen Abläufen beim Reiten hat und dir auch auf mentaler Ebene weiterhelfen kann.

  2. Wie gut ist die Yogalehrerin ausgebildet?

    Weiter würde ich auch abklären, was für eine Ausbildung die Yogalehrerin hat. Heute kann man eine online 100-Stunden-Yogalehrer-Ausbildung machen und ist dann Yogalehrer. Von so einer Person wirst du nicht allzu viele Inputs erwarten können. Ich würde dir empfehlen jemanden zu suchen der 800 Stunden und mehr Ausbildung hat, und selber schon mehr als 10 Jahre praktiziert und sicher schon seit 5 Jahren unterrichtet. Natürlich ist auch das kein Garant für Qualität, aber so merzt du schon viel aus.

  3. Wie oft wurde dieser Retreat schon durchgeführt?

    Mehr ist hier meistens mehr. Wenn ich zurückdenke an meine ersten Retreats und an die, die ich jetzt gebe sehe ich eine steile Lern- und Qualitätskurve. Retreats organisieren ist so beliebt wie vor 10 Jahren Yogastunden geben. Nur das alles viel komplexer ist und es viel mehr zu beachten gibt, um einen guten und stimmigen Retreat zu halten. Dies will gelernt sein und ich würde nur zu jemandem gehen, der dies schon mehrere Jahre macht und gute Reviews anzubieten hat.

  4. Wie werden die Pferde gehalten?

    Geht es den Pferden gut? Werden sie pferdegerecht gehalten und geritten? Für einen Laien kann das schwierig zu beurteilen sein; ein schöner Stall alleine macht noch keinen guten Stall für Pferde aus. Wenn du etwas Ahnung hast von Pferden wirst du aber erkennen können, ob den Inhabern etwas am Wohl ihrer Tiere liegt oder ob es vor allem um den Profit geht.

  5. Gehen alle zusammen ausreiten oder gibt es nach Reitgruppen, die nach Reitlevel eingeteilt sind?

    Ganz ehrlich: bei meinem ersten Retreat waren die Reitkenntnisse der Teilnehmerinnen sehr unterschiedlich. Gewisse wollten galoppieren, andere konnten es nicht. Uns war ziemlich schnell klar: das muss getrennt werden. Seitdem bieten wir nur noch einheitliche Reitgruppen an. D.h., ein Retreat ist entweder nur für fortgeschrittene Reiterinnen oder es gibt zwei Gruppen; eine davon ist dann eine Anfängergruppe. Leider höre ich immer wieder dass bei geführten Ritten die Reitkenntnisse sehr unterschiedlich sind, was für alle nicht lustig ist. Achte daher darauf, für wen die Ritte sind; bzw., frage nochmals genau nach; nicht dass du dann einen Schrittausflug machst wo du doch am Strand entlang galoppieren wolltest.

  6. Bonus: wird der Retreat durchgeführt?

    Stell dir vor: Du hast deine Ferien geplant, den Flug gebucht und freust dich auf deine wohlverdiente Auszeit. Doch dann die Nachricht: Der Retreat findet aufgrund zu weniger Anmeldungen nicht statt. Das ist leider ein häufiges Problem. Viele Kundinnen berichten mir davon, dass ihnen das bei Yoga Retreats passiert ist. Daher ist es wichtig, die Bedingungen und AGBs (falls vorhanden) sorgfältig zu lesen. Wenn es nicht klar auf der Website steht: Finger weg oder frage genau nach.

Welche anderen Anbieter kann ich empfehlen?

Ich werde dieses Thema in nächster Zeit sicher etwas tiefer analysieren und gute Anbieter mit dir teilen. Aktuell kann ich dir White Island Retreats und Formentera Retreats von Zara sehr empfehlen (bei der Buchung mit dem Code REITENUNDYOGA bekommst du 50 € Rabatt). Zara ist selber Reiterin und Yogalehrerin; sie führt die Retreats seit mehreren Jahren in ihrer Heimat Ibiza und Formentera durch. Was ich bei ihr besonders mag ist, dass sie so viel Wert auf Qualität legt: sie sucht wunderschöne Fincas aus, hat immer die besten Köchinnen und ein paar der Reitställe sind sogar dieselben wie jene, wo auch wir hingehen. Alle Gäste die ich ihr geschickt habe waren extrem begeistert und ich freue mich schon darauf einmal teilzunehmen.

Weiter kann ich dir auch Hlín und Manoj von Yogihorse in Island empfehlen. Obwohl ich sie nicht persönlich kenne, habe ich bereits einmal mit Hlín geschrieben, lese viel über ihre Arbeit und hatte schon oft sehr begeisterte Teilnehmerinnen von ihnen bei meinen Retreats. Vielleicht schaffe ich es ja auch mal noch zu ihnen hoch in den Norden, wer weiss!

Falls du positive Erfahrungen mit einem Reiten & Yoga Retreat gemacht hast teile sie doch bitte mit mir.

Posted on July 2, 2024 .